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  Umwelt
 
Neuer Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten - 11.6.2019

  (pm) Die Stadt Nürtingen informiert in einer Pressemitteilung über die Umgestaltung einer Wiesenfläche unterhalb des Krankenhauses:

Wie viele Tier- und Pflanzenarten es auf unserer Welt gibt, weiß niemand genau. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen UN zählte Mitte der 90er-Jahre 1,75 Millionen. Schätzungen gehen heute von bis zu 13 Millionen aus. Doch diese Vielfalt ist gefährdet und die Ursache dafür ist der Mensch. Laut dem Weltbiodiversitätsrat sind ein Viertel der bekannten Arten vom Aussterben bedroht. 20% aller endemischen Arten sind bereits verschwunden. Da die Natur auf dem Prinzip der Wechselwirkung basiert, setzt das Aussterben einer Spezies meist eine Kettenreaktion in Gang, die am Ende die Lebensgrundlage des Menschen selbst gefährdet.

Die Stadt Nürtingen schafft daher neuen Lebensraum für gefährdete Tier- und Pflanzenarten. Und das mit einer auf den ersten Blick ungewöhnlichen Aktion: Am Südhang im Gewann „Reudern Aspach“, das unterhalb des Krankenhauses auf dem Säer liegt“, wurden im vergangenen Winter rund hundert ältere Fichten gefällt. Dadurch kann sich die dortige Grünfläche nun zu einem neuen Paradies für Insekten und Vögel entwickeln. „Die Südhangwiesen wurden durch die Fichten stark beschattet. Der Magerrasen, der mit seiner spezialisierten Pflanzengemeinschaft als geschütztes Biotop ausgewiesen ist, schrumpfte dadurch deutlich. Nun kann er sich wieder entwickeln“, erläutert der städtische Umweltschutzbeauftragte Jochen Hildenbrand. Flächige Magerrasen sind im Landkreis Esslingen kaum noch vorhanden. Sie dienen aber als Lebensraum selten gewordener Pflanzen und Insekten, die sich nun wieder ansiedeln können.

Gleiches gilt für die restliche Grünfläche des Hangs, die sich zu einer Heuwiese und einem „Biodiversitäts-Hotspot“ entwickeln soll: „Gibt es mehr Insekten, steigt damit das Nahrungsangebot für Vögel. Daher bin ich sicher, dass sich unter anderem der Neuntöter bei uns wohlfühlen wird“, so Hildebrand weiter. Auch Zauneidechsen finden dort eine neue Heimat, denn auf dem Areal sind Totholzinseln angelegt worden. Die Umgestaltung des rund ein Hektar großen Areals wurde in Zusammenarbeit mit dem Landschaftserhaltungsverband Esslingen, dem Landratsamt und dem Pächter vorgenommen. Düngemittel und Herbizide dürfen dort nicht eingesetzt werden.    

Foto: pm Stadt Nürtingen


 


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