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Neckarstadt als Kinderstube brütender Turmfalken - 7.6.2007
Der Vogel des Jahres fliegt auf Nürtingen.

 

(pm) Nürtingen hat unbestritten seine Reize: es lockt mit malerischen Altstadtgassen, vielfältigen Kulturangeboten, großen Musik-Veranstaltungen und einer sehenswerten Landschaft zunehmend Tages- und Radtouristen aus Nah und Fern. Doch dass Nürtingen eine nahezu tierische Anziehungskraft besitzt, ist nur wenigen bekannt: Seit Jahren ist die Stadt am Neckar Heimat des Turmfalken, der heuer zum Vogel des Jahres gekürt wurde.

Zwar steht dieser noch nicht auf der Roten Liste der gefährdeten Tierarten, doch hat sich sein Bestand in Baden-Württemberg während der letzten 30 Jahre halbiert. Ein durch Straßenbau bedingter Mangel an offenen Landschaften mit geeigneter Vegetation, der Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft und der häufig mit Sanierungen einhergehende fehlende äußere Zugang zu hohen Gebäuden machen dem Greifvogel das Leben zunehmend schwer.

Umso erfreulicher ist es, dass sich gleich mehrere Brutpaare in Nürtingen wohl zu fühlen scheinen: Im Stadtteil Enzenhardt zieht in diesem Jahr erstmals ein Pärchen fünf Küken groß und hat sich dafür den Giebel eines Wohnhauses ausgesucht. In der Versöhnungskirche in der Braike und der Katholischen Kirche haben sich Turmfalken eingenistet. Und alte Bekannte haben sich das prominenteste Gebäude Nürtingens ausgesucht: Im Turm der Stadtkirche befindet sich die Kinderstube eines Falkenpaares, das dort nun schon seit rund sechs Jahren für Nachwuchs sorgt. Wie Turmwächter Walter König bemerkt hat, scheint das Pärchen außerdem in einem Hausgiebel auf dem Galgenberg eine „Zweitwohnung“ in Beschlag genommen zu haben.

Turmfalken bauen keine eigenen Nester. Daher sind geeignete Brutplätze rar. Kein Wunder, dass die Greifvogelpaare ihrer guten Stube dann auch treu bleiben, wenn sie sich einmal eingerichtet haben. Zwischen Mitte April und Mitte Mai legen die Weibchen rund fünf Eier, die sie dann in vier Wochen ausbrüten. Und schon nach vier weiteren Wochen sind die Kleinen flügge, um auf eigenen Flügeln die Welt zu erkunden.
Turmwächter Walter König hat ein Augenmerk auf die gefiederten Gesellen: „In diesem Jahr haben sie erst Ende Mai und damit recht spät angefangen zu brüten.“ Damit dies ungestört vonstatten gehen kann, ist dieser Bereich für Stadtführungen vorübergehend gesperrt.

Kaum der Kinderstube entwachsen, entbrennen im Spätsommer aber bereits heftige Kämpfe über den Dächern Nürtingens. „Es ist ein spannendes Spektakel, das man beobachten kann, wenn die Jungvögel im Bereich Forsthaus, Café Klingler und Stadtschreiberei um die Lufthoheit kämpfen und die Alten vertreiben wollen“, so Walter König.

In Nürtingen finden Turmfalken einen geeigneten Lebensraum, sodass man dieses Schauspiel sicher auch in den nächsten Jahren zu Gesicht bekommen wird.


 


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