Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Foto der Woche
EssBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Kinderzeitung
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Umwelt
 
Stellungnahme des Aktionsbündnisses gegen Genmaisanbau zu den Gen-Mais-Zerstörungen - 4.8.2007

  (pm)

Es war wieder einmal so weit. Unbekannte haben den Genmaisacker der Fachhochschule in gewalttätiger Art und Weise „abgeerntet“ und dabei auch an nicht gentechnisch veränderten Gewächsen Kollateralschäden hinterlassen (sagt jedenfalls die Fachhochschule). Dieses Vorgehen ist zweifellos illegal. Legal ist es, wenn sich H. Prof. Schier, der die Maiskulturen angelegt hat, auf die behördliche Zulassung des Anbaues und seine Freiheit als Wissenschaftler beruft. Im konkreten Fall ist dies irreführend. Der Herr Professor betreibt Auftragsforschung für den international tätigen Agro-Konzern MONSANTO. Er ist bei der Durchführung seines Auftrages etwa so frei wie ein Maurer, der eine Garage exakt nach den Vorgaben seines Bauherrn mauern muss. Die Freiheit der Wissenschaft, einst gedacht als Abwehrrecht gegen staatliche Eingriffe in Forschung und Lehre, kann H. Professor Schier gegen die Menschen, die eine gentechnische Verseuchung ihrer Heimat befürchten, nicht ins Feld führen. Freiheit taugt nicht als „Totschlagargument“ Er hat die Besorgnisse der Menschen ernst zu nehmen und sich argumentativ damit auseinanderzusetzen. Bisher sah dies so aus, dass er diesen Menschen vorwarf, sie seien schlecht informierte Angsthasen. Er forscht unbeirrt weiter. Im konkreten Fall ist zu bezweifeln, ob es überhaupt noch um Forschung über gewisse Verträglichkeiten des Genmaises mit der Bodenfauna geht. Eher kommt der Verdacht auf, dass er das demonstrieren will und soll, was auch schon aus den Kreisen seiner Freunde von der FDP schon zu hören war: Was wollt Ihr denn – es ist ohnehin schon alles gentechnisch verseucht! Vielleicht soll auch mit dem Anbau Jahr um Jahr demonstriert werden, dass Widerstand zwecklos ist und der Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen, die patentrechtlich ein paar Großkonzernen gehören, irgendwann der Normalfall wird. Jeder möge für sich die Frage beantworten ob derartige Machtdemonstationen, Gewöhnungsstrategien und Provokationen noch den Schutz verdienen,  den seriöse Wissenschaft für sich in Anspruch nimmt.  Wenn die Antwort einiger Menschen in einem bewussten Schritt in die Illegalität besteht, so kann und darf das nicht gebilligt werden. Aber niemand kann uns verbieten, derartige Entscheidungen zu respektieren.

Aktionsbündnis gegen Genmaisanbau
Jochen Findeisen
Pressesprecher


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung