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  Kultur
 
Graffiti - 17.7.2005
zwischen Schmiererei und Kunst

 

(th) StoneH macht unter diesem Künstlernamen Graffiti* und betreibt eine Webseite über Graffiti in Nürtingen. Die wichtigste Motivation für ihn, wie die meisten anderen Sprayer auch, ist es, sich kreativ ausdrücken zu können. Außerdem macht es Spaß und es ist interessant seine Sachen irgendwo zu sehen. Graffiti, die ihm nicht gefallen betrachtet er durchaus als Schmierereien, aber es gibt für ihn auch Sachen, die wirklich Kunst sind.
Inhaltlich geht es bei den meisten Graffiti darum, den Namen ihrer Schöpfer zu verbreiten. Die meisten Sprayer sind in Crews mit mehreren Leuten organisiert, die eine gemeinsame Abkürzung haben. Dabei weiß man auch innerhalb der Szene nicht unbedingt, welche Gruppen sich hinter den Abkürzungen verbergen. Ein paar Graffiti haben auch politische Inhalte.
Auf seiner Webseite präsentiert StoneH Graffiti in den verschiedenen stilistischen Kategorien. Da gibt es aufwändige, mehrfarbige „Pieces“, einfachere großflächige „Bombings“, meist in Silber mit schwarzen Konturen, „Characters“, die Figuren darstellen, „Throw ups“, die nur aus einer Linie bestehen, und in der Kategorie „Streetart“ Sachen, wie „Tags“ (meist Namen, mit Filzstift geschrieben) und „Stickers“ (Sachen auf Papier gemalt, gedruckt, gesprayt und dann hingeklebt). Die meisten Sprayer machen von ihrem Motiv erstmal eine Skizze, bevor es an die Wand geht, aber es gibt auch Leute, die direkt an der Wand arbeiten.
StoneH arbeitet selbst nur auf legalen Flächen, aber er weiß, dass es für manche zu Graffiti ursprünglich dazu gehört, ungenehmigte Flächen zu besprayen, weil es am Anfang keine legalen Flächen gab und man den Namen eigentlich nur illegal verbreiten konnte. Dazu kommt für viele, dass die Arbeit an illegalen Flächen aufregender ist. Die aktuelle Gesetzesänderung, nach der Graffiti schon dann strafbar sind, wenn sie das Erscheinungsbild einer Sache nicht nur unwesentlich verändern, und nicht wie bisher, wenn sie zu Schäden am Untergrund führen, wird seiner Ansicht nach Leute, die das illegal machen wollen, nicht aufhalten. Er fände es aber gut, wenn es in Nürtingen Flächen gäbe, die legal besprüht werden dürfen.
Auf seiner Internetseite führt StoneH Battles durch, bei denen er Paarungen interessierter Zeichner auslost, denen er ein Wort vorgibt, das sie in einem Graffiti verarbeiten sollen. Die Besucher der Seite können dann abstimmen welcher Entwurf der bessere ist, dessen Produzent dann in die nächste Runde kommt, in der StoneH ein neues Wort vorgibt.
In seiner Galerie will StoneH die gesamte Breite der Graffiti-Welt in und um Nürtingen präsentieren. Dabei würde er sich freuen, wenn ihm weitere Fotos zugeschickt würden, möglichst mit Angaben wo und wann die Graffiti aufgenommen wurden.

*Graffiti ist schon die Mehrzahl, das Wort Graffitis existiert nicht


 


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