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  Kultur
 
Jürgen Seibold – Lindner und das Keltengrab - 8.11.2014
Lesung des neuen Krimis in der Buchhandlung Zimmermann

  (mai) Ein Mann wird ermordet aufgefunden. Auf dem Galgenberg. In Nürtingen. Der Tote ist geheimnisvoll inszeniert nach einem keltischen Ritual aufgebahrt worden. Selbst der Fundort passt perfekt zum Arrangement, denn der Wasserhochbehälter bei Neckarhausen gibt nach aussen hin einen Erdhügel ab, der einem Keltengrab ähnelt. Lindner bräuchte für die Aufklärung dringend einen guten Keltenexperten, doch leider ist der beste von ihnen das Mordopfer.

Regionalkrimis schießen wie Pilze aus dem Boden. Jürgen Seibold ist nicht unschuldig daran. Es scheint, als könne er schneller Bücher schreiben, als man sie lesen kann. Im Oktober 2014 wurde im Silberburg-Verlag sein neuester Krimi veröffentlicht, der regionaler gar nicht sein kann, er spielt hauptsächlich in Nürtingen. Der Autor gab zur Veröffentlichung eine Lesung in der Nürtinger Buchhandlung Zimmermann.

„Der Streifenwagen parkte vor dem Blumenladen„ vor dem „Kreisverkehr an der Neckarbrücke“ zitierte Jürgen Seibold zum ersten Mal aus seinem neuen Krimi, und vor einem großen Publikum, durch das gleich ein lautes Raunen ging: „Der Blomalada isch fei umzoga end Stoinagrabastroß“ schreit es von hinten. Lindner fällt das Kinn herunter „des derf net wohr sei!“ – „doch, grad eba ersch!“ – der Autor hält die Hände vor den Kopf „ond ohne mi zom froga!“.

Wirklich wichtig ist das Detail für die Geschichte nicht, denn Realität und Fiktion vermischen sich im Werk sowieso nicht erkennbar. Doch den Autor traf es ersichtlich hart. Er nimmt es mit der Recherche recht genau,  da lässt er sich nicht gerne ans Bein pinkeln.

Ein sympatischer Typ ist er, der Herr Seibold, und sehr unterhaltsam! Bei der Lesung plauderte er munter aus dem Nähkästchen, und bezog dabei das Publikum immer mit ein, sogar bis in die Pause, in der es „warme „Bätscher“ zu essen gab, eine Speise, die in Seibolds Krimis eine Rolle spielen. Sehr lecker!

Pausen bei einer Lesung sind immer ein Wagnis, denn wenn es dem Publikum nicht gefällt, ist kollektiv „eine rauchen“ angesagt und der Autor sitzt nachher alleine da. Jürgen Seibold braucht das nicht zu fürchten: auch nach reichlich Zeit mit Speis und Trank waren alle Plätze wieder belegt.

Auf dem Galgenberg liegt also ein Toter. Aufgebahrt wie bei den Kelten in früher Zeit üblich. Naja, fast so. Die Spuren führen nicht nur nach Raidwangen. Wir wünschen unseren Leserinnen und Lesern viel Spaß bei der Lektüre des Buches.

Jürgen Seibold - Lindner und das Keltengrab
Buch, Format 12 x 19 cm, kartoniert, 224 Seiten
9,90 €
ISBN 978-3-8425-1347-1
2014 im Silberburgverlag erschienen.



 


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