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  Kultur
 
Sind Eintrittspreise kein Thema mehr? - 12.12.2015

  (mw/mai) Immer öfter werden Preise für Veranstaltungen nicht angegeben. Steckt Vergesslichkeit oder Kalkül dahinter? Für Kulturfreunde ist das jedenfalls eine sehr unerfreuliche Entwicklung.

Michel aus Nürtingen möchte ausgehen, denn auf Plakaten las er von dem Auftritt einer Band, die er unbedingt sehen möchte. Aber natürlich will er nicht alleine auf das Konzert gehen, er möchte Michaela, eine liebe Bekannte, einladen. Sowieso, weil sie an diesem Abend Geburtstag hat. Leider stand der Preis der Veranstaltung nicht auf dem Aushang und Michel ist etwas knapp bei Kasse. 

Also versucht er herauszufinden, ob er sich das Vorhaben auch leisten kann. Erst stöbert er im Internet, dann organisiert er sich einen Flyer, nirgends sind die Kosten angegeben, auch nicht in den Anzeigen und Pressemitteilungen, die er in der Zeitung liest. Wieviel der Eintritt zum Konzert kostet, scheint nicht wichtig zu sein. „Haben die wohl vergessen“ und „wird dann schon im Rahmen sein“, denkt Michel und läd Micheala schließlich ein. Die sagt begeistert zu. Auch Michaelas große Tochter Mia bettelt darum, mitkommen zu dürfen. Michel muss abnicken.

Als die drei vor Konzertbeginn an der Abendkasse stehen, bekommt Michel weiche Knie denn hier erfährt er den Preis: 20 Euro. Mal drei, macht 60 Piepen, WOW! Zurück geht nicht. Michel bezahlt zähneknirschend, wohl wissend, dass seine Suppe in der nächsten Zeit etwas dünner sein wird. Der Auftritt wird super, aber Michel kann den Abend nicht richtig genießen. Er ärgert sich vor allem über das Gefühl von den Veranstaltern ausgetrickst worden zu sein.

In den nächsten Wochen schaut Michel genauer hin. Erstaunt merkt er, dass diese Veranstaltung kein Einzelfall war, ganz im Gegenteil, die Unsitte, Preise für Veranstaltungen nicht anzugeben, scheint um sich zu greifen. Michel streicht gereizt den einen oder anderen Ausgeh-Wunsch deshalb von vornherein aus seinen Gedanken, wenn diese Info fehlt.

Wochen später trifft er in der Fußgängerzone seinen Kumpel Max, der ihm voller Begeisterung von einem Gig erzählt, zu dem auch Michel gerne gegangen wäre, hätte der Preis dran gestanden! Max schwärmt "das war sogar kostenlos, eh, der Eintritt war frei, ich war total baff".


Anmerkung der Redaktion:
Viele Menschen und auch die Leute von der STATTzeitung ärgern sich immer wieder über Veranstaltungen, bei denen die Eintrittspreise nicht angegeben sind. Das kann sehr peinlich werden für Leute, die jeden Cent zweimal umdrehen müssen, ärgert aber auch Menschen, die nicht mit jedem Euro rechnen müssen. Der Preis für die Veranstaltung gehört zur Information einfach dazu!


 


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