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  Kultur
 
Klaus Bickel, Gabi Finkbeiner und Ursula Raven stellen aus - 26.5.2017
Vielfältige und sehenswerte Werke in der Galerie der Albert-Schäffle-Schule

  (mw)
In der "Galerie der Albert-Schäffle-Schule"  (GASS) stellen Klaus Bickel, Gabi Finkbeiner und Ursula Raven seit dem 12. Mai Werke aus. Auf diese Art ist die Ausstellung stark frequentiert
und "wirksam", denn das alltägliche schulische Leben läuft in ihr ab. Die Werke sind dort noch bis zum 6. Juli montags bis freitags von  9 Uhr bis 15 Uhr zu sehen und können auch erworben werden.

Ursula Raven präsentiert in dieser Berufsschule gekonnt Fine Art Photography, Spiegelungen und Architekturfotografie. Im obersten Stock der Ausstellung hängen Fine Art Photography-Bildwerke von ihr mit Drucken im Format 30 cm auf 30 cm auf Photo Rag, die dieses Jahr entstanden sind. Im Hintergrund mancher der Werke dort kann man Personen erahnen. Fotografische Abstraktion erreicht sie auch mit ihren Spiegelungen, die weiter unten zu sehen sind. Verändertes Licht oder veränderte Positionen erzeugen dort neue Sichtweisen, wie man zum Beispiel auf ihren beiden nebeneinander angeordneten Fotos "flammes" auf Alu-Dibond im Format 70 x 100 cm sehen kann. Ebenso stellt sie Architekturfotografie aus. So überzeugen zum Beispiel eindrucksvolle Blickwinkel und Farbnuancen in der Wirtschaftsuniversität und der Donaucity von Wien die Besucher von ihrem guten fotografischen Blick, der packende Ausschnitte der dort vorhandenen Gebäude und Objekte vorstellt.  Der Schwerpunkt dieser Künstlerin liegt auch sonst auf der Fotografie, die von ihrer Beschäftigung mit der Malerei sehr geprägt ist. Die gebürtige Saarbrückerin lebt und wirkt in Kirchheim unter Teck und studierte an der Freien Kunstakademie Nürtingen. Wie das Wort Fotografie, falls man es in die Ursprünge  übersetzt "Zeichnen mit Licht“ oder "Malen mit Licht“ bedeutet, so versteht sie ihre Werke ebenfalls als Malen mit Licht.

Gabi Finkbeiner, ebenfalls aus Kirchheim unter Teck, studierte Malerei in der Freien Kunstschule Stuttgart. Im unteren Stock der Galerei der Albert-Schäffle-Schule sind ihre Collagen in Mischtechnik auf Papier zu besichtigen, die Holzplatten als Träger haben. Sie wirken "exotisch"-bunt und doch nah. Afrikanische und arabische Motive sind bei näherem Hinsehen eingewoben: Orient and Africa meets Okzident. Sonnig, bunt, vielfältig!

Breit gefächert sind die Werke, die Klaus Bickel ausstellt. sowohl was die Techniken betrifft, als auch die Themen. Ölbilder wechseln sich ab mit Werken mit Pastellkreide, Acryl und Ölpastell. Manche der Ölbilder haben schon einen Firnis, andere noch nicht. Die Motive sind sowohl sehr fein durchzeichnet, als auch Szenerien mit härteren Kontrasten, die volle Sonne und Schlagschatten bei ihrer Entstehung verraten. So steht eine mit Wasser gefüllte Glaskaraffe neben einem Tontopf mit glasiertem Olivenmotiv auf einer provenzalischen Tischdecke in vollem Sonnenlicht. Man spürt förmlich die flirrende Hitze. Das Glas der Karaffe wirkt - aus vier Metern Entfernung gesehen - sehr realistisch und transparent, wie gefrorene Luft, und scharf dargestellt. Tritt man näher, so sieht man die gemalten Strukturen des Glases und des Wassers ohne interpretative Überhöhung, aber verschwommen und wenig abgesetzt gemalt. In dem Ölbild "J. mit Marie" von 2014 wiederum fasziniert neben den gekonnt eingefangenen Gesichtsausdrücken das Changieren der Farben der Lederjacke von J.

Klaus Bickel, seit 35 Jahren Lehrer an der Albert-Schäffle-Schule, präsentiert in der Ausstellung Vielfältiges: ein Selbstporträt, Stillleben, Porträts von Familienmitgliedern, sehr jungen wie auch älteren, alles sehr realistische Malerei wie auch bei den Gartenmotiven, die bei dem Bild oben die Mössinger Mischung im eigenen Garten in Hülben zeigen, aber auch den Seerosenteich im Garten Eden in der Braike. Daneben entdeckt man abstraktere Gemälde von Klaus Bickel, die Uferlandschaften zeigen, dräuende Regenwolken, einen Fensterausschnitt oder Themen wie dem Einschlafen gewidmete Werke. Die abwechslungsreiche  Ausstellung ermüdet nicht, wir haben fünf Viertelstunden dort verbracht.

Bild oben: Klaus Bickel: Im Garten, Öl auf Leinwand, 2014, 50 x 70 cm
Vorschaubild: Ursula Raven, Fine Art Photo Rag, 2017


 


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