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  Kultur
 
Das Jahresprogramm der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung - 1.2.2018

  (pm) Auch 2018 öffnet die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung wieder ihre Türen mit einem faszinierenden Programm.

Das Jahr 2017 machte deutlich, was für ein hohes Vertrauen Hildegard Ruoff als Person und als Vorsitzende der Ruoff Stiftung genießt. Ihr gelingt es nicht nur, in jedem Jahr neue Aspekte im Werk ihres Mannes Fritz Ruoff zu beleuchten, sondern stets auch Künstler und Kunstwerke zu präsentieren, die eine lebendige Verbindung mit den besonderen Räumlichkeiten der Stiftung eingehen.

Gleich zu Beginn des neuen Jahres gibt es einen wahrlichen Paukenschlag als Auftakt für das Künstlerjahr in der Ruoff Stiftung. Denn unter dem Titel „Die verlorenen Bilder“ werden Werke von Fritz Ruoff zu sehen sein, die als verschollen galten. In den 1960er Jahren gab es einen Einbruch im Gartenhaus des Bildhauers und Malers Fritz Ruoff. Zahlreiche Druckstöcke und Arbeiten wurden dabei zerstört.

Viele Jahre später entdeckte Hildegard Ruoff die verloren geglaubten Holzschnitte im Auktionshandel. „Die verlorenen Bilder“ sind seit Januar 2018 in den Räumen der Stiftung in der Schellingstraße erstmals öffentlich zu sehen. Die Kunstwissenschaftlerin Corinna Steimel engagiert sich in diesem Projekt. Sie ist Direktorin der Galerien der Stadt Böblingen und neu in den Beirat der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung berufen worden.

Der Dialog über die Kunst mit der Fotografie geht auch 2018 weiter. Hildegard Ruoff wird das Werk des international agierenden Fotografen und Fotokünstlers Ralf Cohen vorstellen. „Wir freuen uns besonders“, so Oberbürgermeister Otmar Heirich, „dass Ralf Cohen nach Ausstellungen in großen Museen – wie etwa dem Wilhelm Hack-Museum in Ludwigshafen – der Ruoff Stiftung und damit Nürtingen die Ehre gibt“. Der Kunsthistoriker Dr. Tobias Wall wird bei der Eröffnung in die Ausstellung einführen. „Fotografie ist Wandel“ von Ralf Cohen beginnt am 11. März um 11 Uhr.

Die 2017 gestartete Reihe, „Premiere“ mit einer Schau zum Schaffen von Roman Novitzky wird auch 2018 fortgesetzt. Roman Novitzky ist in Bratislava geboren und dort am Ballettkonservatorium ausgebildet worden. 2009 kam er in die weltweit bekannte Kompanie des von Reid Anderson geleiteten Stuttgarter Balletts. Seit 2015 ist Roman Novitzky erster Solist und einer der prägenden Tänzer des Stuttgarter Balletts.
2012 erarbeitete Novitzky erstmals ein eigenes Tanzstück, eine eigene Choreografie. Auch hier erreichte er internationale Anerkennung. Er beschäftigt sich aber auch auf andere Weise mit dem Tanz. Mit der Kamera folgt er auf ganz eigene Weise der Arbeit in den Ballettsälen und den Präsentationen auf der Bühne.

Oberbürgermeister Otmar Heirich ist überzeugt: 
 „Der tanzende Blick von Roman Novitzkys Stuttgarter Ballett wird die Räume der Stiftung Ruoff in eine Bühne verwandeln“. Ein Startänzer wird die Besucher hier auf eine besondere Reise mitnehmen. „Ein herzlicher Dank geht an das Stuttgarter Ballett und seinen Intendanten Reid Anderson und natürlich an Roman Novitzky“, so Heirich weiter. Am 6. Mai um 11 Uhr wird die Ausstellung in der Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung eröffnet.

Am 15. September gibt es die erste Nürtinger Kulturnacht. Zu diesem Ereignis überrascht die Ruoff Stiftung mit einer Ausstellung, die gleich in mehrfacher Hinsicht Themen der Stadtgesellschaft widerspiegelt. Die Arbeiten der 1980 im türkischen Kayseri geborenen Malerin Emel Geris werden zu sehen sein. Sie wurde an der Stuttgarter Kunstakademie ausgebildet und lebt heute in Berlin. Geris ist eine ehemalige Meisterschülerin von Daniel Richter an der Universität der Künste in Berlin. Sie beschäftigt sich mit Fragen der sozialen und geschlechtlichen Identität. In starken Farben und mit einer überraschend klaren Figuration entwickelt Geris Tagtraum-Szenarien.

Wie schon bei Rosalie 2016 und Ben Willikens 2017 wird das Publikum tief in die Werkstatt einer bekannten Künstlerposition blicken können. Möglich wird dies durch die direkte Zusammenarbeit mit der Künstlerin und die Unterstützung der Stuttgarter Galerie Rainer Wehr. Zur Einführung in das Schaffen von Emel Geris spricht am 15. September um 18 Uhr der Kritiker Nikolai B. Forstbauer.

Die Werkschau Fritz Ruoff von 1. Juli bis 9. September ist in diesem Jahr ein Anlauf für das furiose Finale 2018 in der Ruoff Stiftung. Wie schon 2017 beim Dialog mit Anton Stankowski, ist auch 2018 die Frage bestimmend, was das Werk von Fritz Ruoff im Kern ausmacht. Denn das figurativ bestimmte Frühwerk Ruoffs rückt in den Mittelpunkt. Aufgerufen wird dies im Dialog mit Arbeiten eines der bedeutendsten deutschen Künstlers des frühen 20. Jahrhunderts – des Bildhauers und Zeichners Ernst Barlach (1870 – 1938).

Eine Kooperation mit dem Ernst Barlach Haus in Hamburg ermöglicht es, der Idee von der Unbedingtheit der Existenz im Schaffen von Ernst Barlach nachzuspüren. Dies schafft im Dialog mit den Werken von Fritz Ruoff einen besonderen Echoraum. „Ich beglückwünsche Hildegard Ruoff sehr zu diesem vielversprechenden Projekt“, sagt Oberbürgermeister Heirich. Für die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung und für die Stadt Nürtingen ist dies sehr wichtig, betont er weiter.  „Existenz Mensch“ heißt die Ausstellung. Sie zeigt die ausgewählten Lithographien und Zeichnungen aus der Sammlung des Ernst Barlach Hauses Hamburg. Nach Giorgio Morandi (2016) und Anton Stankowski (2017) kann die Ruoff Stiftung 2018 damit erneut eine herausragende Künstlerposition der Moderne präsentieren.

Dr. Karsten Müller, Direktor des Ernst Barlach Hauses in Hamburg wird bei der Eröffnung der Ausstellung am 11. November um 11 Uhr in die Welt von Ernst Barlach einführen und den Dialog von Ernst Barlach und Fritz Ruoff beleuchten.

In den letzten Jahren hat sich die Stiftung Ruoff zu einer festen Größe in der Kunstszene Nürtingen etabliert. Auch 2017 waren wieder Besucher weit über die Landesgrenzen hinaus zu Gast im Haus Ruoff in der Schellingstraße in Nürtingen. Dabei hinterließen die rund 1500 Besucher begeisterte Kommentare im Gästebuch.

Die Fritz und Hildegard Ruoff Stiftung ist in der Schellingstraße 12, in Nürtingen.



 


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