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  Kultur
 
Ei der Heckschnärre für Sigrid Emmert - 24.2.2018
Preisträgerin setzt sich gegen Hotel am Neckar ein

  (th) Am Aschermittwoch verlieh die Nürtinger SPD wie schon seit 34 Jahren ein Ei der Heckschnärre. Heuer erhielt es Sigrid Emmert für ihre eifrige Erforschung der Nürtinger Geschichte.

Als Laudator sprach Thomas Schnabel, Leiter des Haus der Geschichte in Stuttgart über die Bedeutung von Stadt- und Regionalgeschichte. Seine Thesen: Das Tourismusgewerbe macht unsere beliebtesten ausländischen Urlaubsziele mit dem Angebot von deutschem Essen und anderen heimatlichen Annehmlichkeiten der Heimat immer ähnlicher. Die Städte, in denen wir einkaufen, werden von Einzelhandelsketten beherrscht und gleichen sich dadurch einander an. Aber Geschichte verändere sich nicht. Und mit der Orts- und Regionalgeschichte könnten sich die Menschen leichter verbunden fühlen als mit der „großen“ Geschichte. Sie ist nicht austauschbar sondern unverwechselbar.

Hans Wolfgang Wetzel zählte sodann die zahlreichen Projekte auf, die Sigrid Emmert in Nürtingen bereits mit dem geübten Blick der Historikerin erkundet hat. Als Beispiele las er aus ihren Texten über den Alten Friedhof, die Siechenkapelle, die Strohstraße und den Nürtinger Altar vor, bevor er ihr gemeinsam mit Bärbel Kehl-Maurer das steinerne Ei auf einem großen roten Kissen samt der dazu gehörenden Urkunde überreichte.

Sigrid Emmert berichtete in ihrer Dankesrede, dass sie sich zuvor mit der Heckschnärre im Giebel des Rathauses besprochen hatte, ob sie den Preis annehmen sollte. Der Nürtinger Symbolvogel ermutigte sie dazu, um im 100. Jahr des Frauenwahlrechts in Deutschland den Frauenanteil in der Liste der Preisträger zu steigern, und da der Preis auch eine Ehrung für den Schwäbischen Heimatbund sei. Die Heckschnärre nutzte das Gespräch auch, um sich über die Pläne für ein Hotel am Neckar auf dem Filetgrundstück mit Aussicht auf die Schokoladenseite der Stadt, die zweitschönste Stadtansicht am Neckar, zu beklagen. Sie erinnerte an die Dichter Friedrich Hölderlin, Eduard Mörike, Peter Härtling und Johannes R. Becher, die den Anblick in ihren Werken gewürdigt haben. Sie verwies aber auch auf den Alleenstreit in Tübingen als  im Jahr 1909 der Tübinger Oberbürgermeister verschiedene Bauprojekte zur Entwicklung der Stadt vorantreiben wollte, für die die stadtbildprägenden Alleen geopfert werden sollten. Dies hatte zu Bürgerprotesten geführt, die die Gründung des Schwäbischen Heimatbundes beförderten und letztlich zu einer gütlichen Einigung geführt haben. An den Oberbürgermeister wird heute noch als Namensgeber der Haußerstraße erinnert. Sigrid Emmert hofft mit der Heckschnärre auch für Nürtingen auf eine gute Lösung.

Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Edgar Holl durch Stücke am Klavier. Der Abend klang wie immer mit einem gemütlichen Beisammensein bei Gesprächen, Getränken und Essensangeboten der SPD-Fischweiber aus.


 


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