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  Kultur
 
Ei der Heckschnärre an Julia Rieger und Pit Lohse verliehen - 4.3.2006
Julia Rieger: "Ich möchte wirken in meiner Zeit"

 

(mw) Bis auf den letzten Platz besetzt war die Kreuzkirche am Abend des 1. März. In der ersten und zweiten Reihe saß zahlreiche Prominenz. Der Anlass: Die SPD verlieh das Ei der Heckschnärre dieses Jahr Julia Rieger und Pit Lohse vom Trägerverein freies Kinderhaus.

Die SPD zeichnet mit dem "Ei der Heckschnärre" seit 1984 jährlich Personen aus, die sich in besonderem Maße für das Gemeinwohl engagieren und die "hochaufgerichtet ihr Revier verteidigen". 

Waren früher nur Männer geehrt und zum Ausbrüten aufgefordert worden, kamen im Laufe der Zeit auch einige Frauen zur Gilde der Geehrten, und mit Julia Rieger und Pit Lohse das erste Paar. Sie haben in unserer Stadt nicht nur das „Revier der Kinder und Jugendlichen verteidigt“, sondern sie haben es „mit viel Engagement und Liebe ausgebaut, es phantasievoll gestaltet und bunt gemacht“ – so die Erklärung der SPD.

Die zahlreichen Gäste stimmen hoffnungsvoll: Man sieht, dass das Engagement der beiden wahrgenommen wird. Preise hatten sie schon einige entgegen genommen, aber immer „nur“ für Projekte – nun aber wurden sie als Person geehrt. In aller Bescheidenheit nahmen sie das Ei an, für "etwas eigentlich Selbstverständliches" sagte Pit Lohse. "An Zusammenhänge zu denken ist unser Leitmotiv" schloß sich Julia Rieger an, und erklärt ihr Engagement mit einem Zitat von Käthe Kollwitz: "Ich will wirken in meiner Zeit".

Einige Redner sowie Pit Lohse selbst sprachen auch das Thema und die Hoffnung an, dass die finanzielle Förderung besser und dauerhafter werden sollte, und im Gemeinderat noch mehr Mitglieder als bisher hinter ihnen stehen – bis es zu positiven Mehrheitsbeschlüssen komme. Die zahlreichen „Früchte“ der beiden kamen auch zur Erwähnung – immer waren und sind es Früchte, die Platz und Raum für Kinder gestalten und oft auch für andere Benachteiligte unserer Gesellschaft, Früchte, die mit viel Phantasie und Tatkraft bei den beiden gereift sind und immer noch reifen, die das Nürtinger Leben bunter machen.

Nach der Eiverleihung begann das geehrte Paar mit einer schier biblischen Eiervermehrung, symbolisch wurden kleine Schokoeier an die Gäste verteilt, damit auch diese was zum weitervermehren oder zumindest etwas zum vernaschen haben. Auch beim anschließenden Fisch-Essen platzte die altehrwürdige Kreuzkirche schier aus allen Nähten – ein politischer Aschermittwoch der besonderen Note.

Wir freuen uns mit Julia und Pit!

Die Heckschnärre, der Wachtelkönig (Crex crex) war eine für Nürtingen typische Vogelart, die im Tiefenbachtal ihr letztes Rückzugsgebiet hatte. Inzwischen ist sie ausgerottet, der Bau der umstrittenen Tiefenbachstraße und des Munitions-Depots bedeuteten ihr Ende. Früher nannte man die Nürtinger "Heckschnärra", und noch heute ziert eine Heckschnärre das Nürtinger Rathaus.


 


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