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  Kultur
 
Im Ei geht's weiter rund - 30.8.2007

 

(th) Wer selber nicht hingeht bekommt vielleicht nicht mehr mit, was im ältesten soziokulturellen Club Nürtingens abgeht. Wir sprachen mit dem Pressesprecher des Club Kuckucksei, Sebastian „Basti“ Mayer (BM).

STTZ: Was für ein Konzept wird im Club Kuckucksei verfolgt?
BM: Wie immer nichts Alltägliches. Wir versuchen immer wieder fremde Musiker herzukriegen, ein bisschen exotischere, kleinere Größen und Nürtinger Klassiker. Wir hatten letzte Zeit nicht soviel Irish Folk wie vor ein paar Jahren, aber das wird demnächst auch wieder zunehmen. Im September kommt die Cover-Band Bufallo Piss, die scheint voll gut zu sein. Und Moria spielt wieder mal im Herbst. Wir sind für alle musikalischen Stilrichtungen offen, keine Einschränkung, wobei es immer rocklastig bleibt. Kleinkunst und Kabarett hatten wir immer so einmal im Jahr. Eventuell haben wir noch was in diesem Jahr, spätestens im nächsten Frühjahr. Das kommt ganz gut an. Es kommt dann auch mal ein anderes Publikum, was ganz gut ist.
Letztes Jahr im Frühjahr war es recht chaotisch mit der Organisation, da hatten wir ziemlich viele Veranstaltungen und manche Veranstaltungen haben darunter gelitten, da hat manches gefehlt. Da haben wir einen beschlossen nur noch ein bis zwei Veranstaltungen pro Monat zu machen (außer den Discos). Aber demnächst werden es wieder mehr. Wenn der Garten hinterm Kuckucksei wieder hergerichtet ist, wird es im nächsten Jahr vielleicht Kneipe im Biergarten geben. Einer von uns hat den Keller, der früher Proberaum war, ausgebaut. Da dürfen wir keine Kneipe drin machen mangels Klo und so, aber da könnten wir kleinere Kabarett-Veranstaltungen drin machen.

STTZ: Wie ist der Club organisiert?
BM: Es gibt eine Geschäftsführung, einen Gremiumssprecher und das Gremium. Das besteht aus dem Vorstand und allen aktiven Mitarbeitern, etwa zehn Leuten. Es trifft sich einmal die Woche, montags um 20:00 Uhr. Wenn jemand Kontakt sucht, kann er da kommen. Da wird die vergangene Veranstaltung nachbesprochen und die kommende Veranstaltung vorbereitet. Das Gremium beratschlagt über das kommende Programm und fasst alle Beschlüsse.

STTZ: Wie sind die wirtschaftlichen Erfolge der Veranstaltungen, wo legt ihr drauf und wo wird Geld verdient?
BM:
Ein Großteil des Geldes kommt von den zweiwöchentlichen Discos, wobei das etwas nachgelassen hat. Das neue Ladenschlussgesetz trägt einiges dazu bei. Es kommen viele Jugendliche um elf Uhr und sind schon in einem gottserbärmlichen Zustand, die trinken nichts mehr an der Theke. Das Kaufland hat bis zehn offen und jede Tankstelle verkauft ihren Stoff. Das ist ein bisschen schade, zumal es dann nur Ärger gibt auf dem Parkplatz. Wir sind wieder dabei ein bisschen zu sieben, damit es eher ältere und vernünftigere Besucher werden. Aber die letzten Discos vor den Sommerferien haben wir deshalb ausfallen lassen.

STTZ: Wobei die Discos im Kuckucksei schon immer mehr von Jugendlichen besucht wurden.
BM:
Eintritt ist bei uns ab 16, da gibt’s in Nürtingen sonst nicht viel. Nur das JaB (Jugendhaus am Bahnhof) und das hat oft zu wenn wir Disco machen.

STTZ: Die Discos haben in der letzten Zeit vom Titel her einen leicht hochprozentigen Touch gehabt – MacDrunken oder Jägermeister.
BM:
Das wollen wir ganz zügig und strikt wieder ablegen, das soll eher was mit Musik zu tun haben.

STTZ: Wie wirtschaftlich sind die anderen Veranstaltungen?
BM:
Moria läuft immer ganz gut, da bleibt immer was übrig. Bei bekannten lokalen Bands bleibt auch immer was hängen. Bei fremden Bands kann es sein, wenn das Wetter gut ist, so dass man grillen kann, dann gibt es Miese, selbst wenn man bis Stuttgart Werbung macht. Am ersten Weihnachtsfeiertag haben wir immer Beatless, das ist eine astreine Plusveranstaltung und macht jedem Spaß. Unsere Haupteinnahmequelle ist die Weihnachtsdisco am zweiten Weihnachtsfeiertag, ohne die ging’s nicht.

STTZ: Wie ist die wirtschaftliche Situation?
BM:
Wir schauen, dass wir uns immer so um die rote oder schwarze Null bewegen. Altschulden gibt es gar keine mehr. So sind wir in den letzten zwei Jahren ganz gut gefahren – von der Hand in den Mund.

STTZ: Die Außenwahrnehmung des Kuckuckseis war in der letzten Zeit etwas schwierig, man hat nur selten Programme ausliegen sehen an Orten wie der Stadtbücherei oder der Kulturkantine.
BM:
Wir sind alle berufstätig und arbeiten bis 17:00 Uhr, deshalb war das immer ein bisschen eng. Aber wir haben wieder jemanden, der sich darum kümmert.

STTZ: Heißt das, es hat einen personellen Umbruch gegeben, durch den Aufgaben neu verteilt werden mussten?
BM:
Ein paar gehen immer und müssen ersetzt werden, andere sind schon seit der Gründung dabei, wie der Eberhard Pflüger. In den sechs Jahren, die ich jetzt dabei bin habe ich schon einige kommen und wieder gehen sehen.

STTZ: Was möchtest du den Leserinnen noch mitteilen?
BM:
Das Ei ist längst nicht so schlimm wie sein Ruf. Und ich würde mich ganz stark über neue, ältere und jüngere, vor allem aktive Mitglieder bzw. Mitmacher freuen.

STTZ: Ich danke für das Gespräch.


 


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