Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Kinderzeitung
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Kneipentest - Bahnhofskneipe "´s Zügle"
 
getestet von: Hinz, Kunz, Karl, Walter und Marie
getestet am: 20.8.2007
Öffnungszeiten: Täglich 6.00 - 22.00 Uhr,
außer Samstags (ab 7.00 Uhr) und Sonntags (ab 8.00 Uhr)
Angebot/Preise: Typisches Kneipenangebot an Getränken, 0,5-Weizen 2,50 Euro, Tasse Kaffee 1,50 Euro, 0,2 Liter Mineralwasser 1,20 Euro, schwäbische Schoppenweine, Spirituosen, für Jägi hat's ne 3-er-Batterie zum Zapfen, geht also nicht gleich aus.
Essen: Suppen, Strammer Max, Wurstsalat, ein paar Saiten mit Brot (2,80 Euro), Maultaschen, Tellerschnitzel, Jägerschnitzel. Von Käsebrot (3,40 Euro) über Spiegeleier spannt sich der Bogen bis zu den Kässpätzle (5,40 Euro) für die Vegetarier. Tagesessen 4,90 Euro.
Adresse/Wegbeschr.:  Direkt im Nürtinger Bahnhofsgebäude, Eingang bei Gleis 1
Telefon: 07022/39964
Internetadresse:
Gartenwirtschaft: ja
Ambiente: Die Kneipe ist in zwei große Räume geteilt, den Raucherbereich Richtung Bahngleise und den Nichtraucherbereich Richtung Bahnhofstraße. Wir saßen im Nichtraucherbereich, der eine fast raumfüllende erhöhte Pseudofachwerklaube beherbergt, mit etwa 40 Sitzplätzen an Tischen, die Tischdecken mit darunterliegenden Tischschonern haben. Das hat was! Sieht man nicht mehr oft. Das Ambiente könnte man als neo-rustikal bezeichnen. Spannend ist die große Fensterfront zur Bahnhofsstraße, auf der immer was los ist. Die lebenden Pflanzen auf der Fensterbank sind gut in Schuß. Eine Wand ziert ein riesiges altes Ölgemälde, das direkt auf die Wand aufgemalt zu sein scheint, und das somit viele Renovierungen unbeschadet überstanden haben müsste. Vor ihm kann eine Projektionswand heruntergezogen werden, hier werden beispielsweise Fußballspiele gezeigt.
Der Eingangsbereich ist erst seit neuestem auf der Bahnhofsseite. Man landet sofort mitten im Geschehen - an einer umschwärmten, U-förmige Theke. An den Wänden hängen Spielautomaten, ein großer Fernseher dominiert, hier ist das meiste Publikum. Musikalisch überwiegt Popmusik von Abba über Nina Hagen bis Juliane Werding in einer hohen Lautstärke, die mitsingende Gäste noch unterstützen.
Der Aussenbereich ist sehr erwähnenswert. Erst kürzlich liebevoll neu hergerichtet befindet sich an der Stirnseite eine lauschige Gartenwirtschaft, unter alten Bäumen, mit Tischen- und Thekenbereich. Unerwartet schön. Für Eisenbahnfreaks sind die vorbeifahrenden Züge (meist bremsend oder anfahrend) dazu das Sahnehäubchen auf der Torte, aber auch normale Menschen müssen zugeben, daß die Lage wirklich einen ganz eigenen, "abgefahrenen" Reiz hat, zudem sie nachts stimmungsvoll beleuchtet ist. Sieht auch für vorbeifahrende Reisende speichelfördernd aus. Wer weiß, ob nicht deshalb Leute in Nürtingen aussteigen, die das gar nicht vorhatten?
Gäste: Auffallend fröhlich, als gäbe es was zu feiern. Grob zischen 30 und 40. Man bekommt schnell Kontakt, wenn man will. Es scheinen viele Stammgäste da zu sein. Zumindest ist das abends so, tagsüber könnte es anders sein.
Bedienung: Schnell, nett, angenehm, aufgeschlossen, aufmerksam, engagiert, kommunikativ, umsatzorientiert, besser als in manch anderer Kneipe.
WC-Test: Aufgeräumt, braun-beiges Kacheldecor, das immer sauber aussieht. Bei den Herren sollen mit WC-Steinen gefüllte Fußballtore in den Pissoirs die Zielgenauigkeit fördern. Alles da, die Luft duftet nach sich im Wind wiegenden Zitronengras. Wow.
Aber erstmal muß man reinkommen, ins Klo. Bei unserem Test waren die Männer in der Überzahl und die Dame hatte sich im Griff, was dazu führte, daß Hinz und Kunz x-mal aufs Klo gingen, Walter nachzog, aber Karl, als letzter Tester an der Klotür scheiterte, was von uns andern natürlich als Bedienungsfehler kommentiert wurde. Hinz sprang zur Hilfe und der konnte den Sesamöffnedich öffnen (was haben wir gelacht!). Als dann auch die Madam, als letzte in der Runde, ihren Test absolvieren wollte, kam ihr auf dem Weg zum Klo ein Schlüssel zugeflogen. Die WCs sind tatsächlich abgeschlossen! Für Männer gibt es einen Summer, den die Bedienung unmerklich drückt. Meist klappt das auch, nur Karl hatte Pech.
Nötig mache das Abschließen die Nähe zum Bahnhof, seit die Bahn die Bahnhofstoiletten eingespart habe. Nach dem Motto: was Bahnkunden an Wasserkosten rausspülen würden, könnten die anderen Gäste gar nicht wieder reinsaufen (das ist jetzt aber eine völlig freie Interpretation der STATTzeitung).
eigene Meinung: Es war unser erster Besuch in der Bahnhofskneipe seit langem, beziehungsweise überhaupt. Lohnt eine Entdeckungsreise. Das Bier ist frisch, die Bedienung flott, der Biergarten klasse. Man sollte vielleicht lieber mit Freunden hingehen, nicht nur um die Bahnhofskneipe zu unterstützen, man bekommt alleine vielleicht etwas zu schnell Kontakt.
Es tut sich was bei "Minna" in ihrem "Zügle". Künftig sollen regelmäßig Veranstaltungen stattfinden, Sonntagmorgens Frühstück angeboten werden, und innen stehen Veränderungen an. Leider kämpft die Bahnhofskneipe schwer mit dem Image, das Bahnhofskneipen oft haben, die Betreiber hoffen, künftig ein breiteres Publikum ansprechen zu können.




Anzeigen



Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung