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  Bücher
 
Harald Schmidt: Mulatten in gelben Sesseln (Die Tagebücher 1945 – 52)
 

Wer sich nach dem ersten Blick auf den Titel nähere Erkenntnisse über die Harald Schmidts Jugendjahre in Nürtingen erhofft, wird beim zweiten Blick doch stutzig: so alt ist der doch noch gar nicht!? Der Kladdentext verspricht dem Leser dann noch an Stelle einer DVD oder eines anderen Bonus-Geschenks die aktuellsten Focus-Kolumnen des Autors. Aber eigentlich ist alles anders. Die Focus-Kolumnen im zweiten Teil des Buches sind die umfangreichere Hauptsache und die Tagebuchkapitel sind die Zugabe.
Bei den Tagebuchtexten handelt es sich um reine, überwiegend sinnfreie, Fiktionen, in denen Schmidt Szenen und Stimmungen entwirft, wie man sie gerne in Autobiografien liest. Bei manchen Sätzen geht es noch nicht einmal darum, ob sie in den Textzusammenhang passen, Hauptsache, es „klingt rhythmisch … passend und von Kennerschaft durchdrungen“ (wie die Erwähnung von Ginster und Lupinien).
Bei den Focus-Kolumnen wird auf die Angabe des Veröffentlichungsdatums verzichtet. Das ist auch ganz o.k., da hoffentlich die Beiträge ausgewählt wurden, die nicht nur unter historischen Aspekten noch interessant sind. Trotzdem sollte man das Buch so schnell wie möglich lesen, um z.B. noch mal daran erinnert zu werden, wie die letzten Monate der Regierung Schröder gewirkt haben, bevor wir vergessen haben, dass es nicht schon immer eine große Koalition war, die Deutschland regiert hat. Möglichst vor der Fußball-WM lohnt es sich auch die Kommentare zur Trainersuche nach der misslungenen EM noch mal zu lesen. In jeder Kolumne hört und sieht man Schmidt hinter seinem Schreibtisch im ARD-Studio die Ereignisse der vergangenen Tage der vergangenen Jahre kommentieren.
Gute Unterhaltung.

 


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