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Rulaman & seine Horden
 

Passend zur Rulaman-Ausstellung im Stadtmuseum (28.10.2007 – 24.02.2008) bringt der Silberburg-Verlag das Buch „Rulaman & seine Horden“ heraus. Ausgehend von der bekannten Erzählung von David Friedrich Weinland beleuchtet Johannes Lehmann in lockerer, unterhaltsamer Sprache die verschiedenen Facetten und Ergebnisse der Erforschung der Jungsteinzeit im südwestdeutschen Raum. Dabei ist der „Rulaman“ aus dem Jahr 1878 ja selbst schon historisch. Abgesehen von dessen vielleicht nicht mehr ganz aktuellen Sprache bescheinigt Lehmann ihm, dass es fast allen Kontrollen der modernen Archäologie standhält. Das ist bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass erst knapp 20 Jahre vor seiner Veröffentlichung wissenschaftlich anerkannt wurde, dass es, entgegen der wortwörtlichen Auslegung der Bibel mit ihrer Aufzählung der Nachkommen von Adam und Eva und ihrem jeweiligen Alter, schon vor mehr als etwa 6.000 Jahren Menschen auf der Erde lebten, die sich zudem vom heutigen Menschen unterschieden. Johannes Lehmann nutzt die Gelegenheit, um die Entwicklung des steinzeitlichen Menschen vom Homo habilis (vor über 1,6 Mio. Jahren) über den Homo erectus vor 1,6 Mio. bis 150.000 Jahren) zum Homo sapiens (vor über 200.000 Jahren), dem Neandertaler, dessen Vertreter auch Rulaman ist, bis zum heutigen Homo sapiens sapiens (seit 40.000 Jahren) aufzuzeigen. Anschließend beschreibt er die Kultur der Steinzeitmenschen von ihren Lebensgrundlagen über die Hilfsmittel und Werkzeuge, die sie nutzten, bis zu ihren geistigen Vorstellungen. Zu den steinzeitlichen Kunstwerken zählen im deutschen Südwesten keine Höhlenmalereien wie in Frankreich und Spanien, sondern kleine Skulpturen, wie der erst kürzlich aus seinen Trümmern rekonstruierte Löwenmensch aus der Vogelherdhöhle im Lonetal. Natürlich geht Lehmann auf die neolithische Revolution ein, mit der die bisher nomadisch lebenden Jäger und Sammler zu sesshaften Ackerbauern und Viehzüchter wurden mit den dafür erforderlichen Gerätschaften. Abschließend beschreibt er die wichtigen steinzeitlichen Fundstätten, die Höhlen der Schwäbischen Alb sowie die Ufer des Bodensees und des Federsees.

Insgesamt ein umfassender, gut vermittelter Überblick über den aktuellen Stand der Erforschung der Steinzeit im Ländle.

Johannes Lehmann: Rulaman & seine Horden, Silberburg-Verlag, Tübingen: 2007. ISBN 978-3-87407-759-0

Bald auch in der Stadtbücherei

 


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