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Teutates & Konsorten. Reise zu den Kelten Südwestdeutschlands
  Asterix-Leser kennen den Spruch: „Beim Teutates!“. Autor Johannes Lehmann holt den Leser dort ab und führt ihn zu den Kelten, die Teutates verehrten, und die die frühesten Bewohnern unseres Landes sind, deren Namen wir kennen. Lehmann schreibt kundig und mit gut verständlicher, flotter Feder ohne bloßes Fachchinesisch! Das Buch ist mit 103 farbigen Abbildungen gut bebildert - Fotos, Gemälde, Kartenskizzen. Einen großen Teil des Buches nehmen allgemeine Informationen zu den Kelten ein. Ihre Geschichte, Vercingetorix, woher, deren Wanderschaft. Er stellt dar, wie die Kelten aussahen, wie sie sich kleideten, wie sie auftraten, was sie aßen, wie sie wohnten. Weitere Beiträge zu Kultur und Götterhimmel folgen: Druiden und Misteln, Barden und Gottheiten von Abnoba bis Vosagus. Nach diesem mehr als einführenden Teil geht Lehmann zu den Spuren der Kelten über, die wir besuchen können. Er benennt Viereckschanzen, Höhenburgen, Oppida (stadtähnliche Siedlungen), Hügelgräber und Museen.. Mir gefällt, wie er offensichtlich alles selber aufsuchte und abging, und nicht aus drei Büchern eines machte durch bloßes Abschreiben. Von der Darbietung unseres „Heidengrabens“ bei Erkenbrechtsweiler und Grabenstetten war der Autor nicht begeistert. Immerhin ist der „Heidengraben“ mit 1662 Hektar ummauerter Fläche das größte keltische Oppidum, das wir kennen. Fand der Autor am Burrenhof Erwin Waldners noch mit Leichtigkeit die sieben „Burren“ (= „Hügel“, keltische Grabhügel) und auch den Keltenwall („Heidengraben“) und ein Zangentor, so war er nachfolgend enttäuscht, wie wenig die Erläuterungstafeln auf die konkreten Standpunkte und das dort (nicht) zu Sehende eingehen, insbesondere am Parkplatz 200 m rechts hinter Erkenbrechtsweiler: „Sogar ein Stück Mauer ist nachgebaut, so jedenfalls lese ich in klugen Büchern. Zu sehen ist davon nichts. Der Mauerwall ... ist derart zugewuchert, dass ich ihn ohne Hinweis dort nie vermutet hätte: Das Zangentor auf dem Weg zum Waldrand habe ich nicht erkannt, das restaurierte Stück Mauer gibt es entweder nicht oder es ist so zugewachsen, dass man es nicht sieht. Da nützen auch die fünf Erklärtafeln nichts, die auf dem Parkplatz an verschiedenen Stellen stehen und ohne aufeinander abgestimmt zu sein, vieles erklären, nur nicht wo man gerade ist und wo man was sieht.“ Das ist deutlich, da hat einer das Ganze abgewandert und nicht bloß irgendwo abgeschrieben, das ist Aufforderung zu Verbesserungen wie sie sich gehört. Gute Hinweise gibt er dann weiter bei den unterschiedlichen Richtungen der Zangentore und auch Findhilfen wie bei den anderen vorgestellten Orten. Ein sehr brauchbares Buch, das einen Zugewinn zu den bisher erschienenen Veröffentlichungen darstellt! Johannes Lehmann: Teutates § Konsorten. Reise zu den Kelten in Südwestdeutschland. Tübingen (Silberburg-Verlag) 2006, ISBN 978-3-87407-693-7. 180 Seiten, gebunden, 17,90 Euro. Manuel Werner
 


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