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Günter Künkele: Naturerbe Biosphärengebiet Schwäbische Alb
 

Kennern der sich aus den trivialen Bildbänden abhebenden Buchszene des Themas „Schwäbische Alb“ oder hiesigen Naturschützern Günter Künkele vorzustellen, hieße Eulen nach Athen tragen. Schließlich ist der Verfasser Naturschutzwart und war lange Jahre Vorsitzender des Bundes Naturschutz Alb-Neckar e. V. (BNAN). Viele Perlen seines reichhaltigen Fundus von Natur-Fotografien aus dem hier beschriebenen Naturraum sind aus zahlreichen fundierten Druckschriften und Büchern bereits bekannt und lassen Ähnliches erwarten. Der Leser wird nicht enttäuscht. Wer könnte besser als dieser profunde Kenner von Fauna, Flora und Eigenart des 850 Quadratkilometer große Biosphärengebietes zwischen Pfullingen und Schelklingen, Weilheim an der Teck und Zwiefalten diesen Naturraum beschreiben und in qualitätvollen Fotos vorstellen? Er liegt vor unserer Haustür, beginnt vor Beuren und Neuffen. "Das soll ein Biosphärenreservat sein?", mögen manche denken, die in der Faszination des Fernen, Exotischen, Unbekannten gefangen sind. Dieses Buch ist Ermunterung, die für manche Zeitgenossen scheinbar unscheinbare, ja langweilig empfundene Welt der Alb mit den Augen Günter Künkeles zu sehen, dieser Gebietskulisse aufs Neue nachzuspüren.

Ob es ein Bauer bei Lauterach ist, der seinen Mist verstreuenden Anhänger von Kaltblutpferden der Rassen Percheron und Boulonaise ziehen lässt oder das prächtig bunte Männchen der Laubholz-Schrecke oder der Große Linden-Prachtkäfer – selbst eingefleischte Kenner haben diese Dinge und Lebewesen bislang nicht wahrgenommen. Künkele stellt solche kostbare Juwelen des Gebiets meisterhaft in Szene, ohne das vermeintlich Bekannte wegzulassen. Den Ulmen-Harlekin habe ich ebenfalls noch nie wahrgenommen, die Mandelblättrige Wolfsmilch schon, aber die Schönheit derer in einer Makroaufnahme vorgestellten Blüten so noch nicht. Das Werk verharrt aber nicht in Begeisterung über Flora und Fauna, sondern stellt auch die typische Landschaft und die Eigenart der Karsterscheinungen, ehemaligen Vulkane und Schwammstotzen nebst der früheren keltischen Stadtanlage am Heidengraben  in ausgesuchten Fotos und fachkundigem, doch leicht lesbaren Text vor. Und das meist so stimmungsvoll wie seine Aufnahme des Burgbergs in Seeburg, dem Ort, in dem der Verfasser geboren wurde.

Breiten Raum nimmt das Sahnehäubchen des Biosphärengebiets Schwäbische Alb ein: das einstige Miitärareal des früheren Truppenübungsplatzes bei Münsingen, das er wie seine Westentasche kennt.

Der Schutzstatus für ein Biosphärengebiet ist in unserem (Muster?)ländle vergleichsweise nicht sonderlich hoch, er soll nachhaltiger Regionalentwicklung im Einklang mit Mensch und Natur den Weg bahnen, ganz bewusst haben die baden-württembergischen Planer auf den sonst gebräuchlichen UNESCO-Begriff "Reservat" verzichtet. Das Biosphärengebiet Schwäbische Alb soll sich dennoch in die illustre Gesellschaft der 531 spektakulärsten Naturräume der Welt einreihen - in das anderswo besser geschützte Naturerbe vom Schweizerischen Nationalpark bis zum Serengeti-Ngorongoro-Park in Tansania. Wer dieses Buch gelesen und genossen hat, der weiß wieso.

Wieder ein „gelungener Künkele“, wie wir ihn schätzen!

Manuel Werner


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Günter Künkele: Naturerbe Biosphärengebiet Schwäbische Alb. Streifzüge durch eine außergewöhnliche Landschaft, Tübingen (Sillberburg-Verlag) 2008, 176 Seiten, mit zahlreichen farbigen Abbildungen, Maße: 24 x 22 cm, gebunden, 
ISBN-10: 387407790X
ISBN-13: 978-3-87407-790-3

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Karte des Biosphärengebiets Schwäbische Alb als upload: hier klicken! 


 

 


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