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slackline. Tipps – Tricks – Technik
 

“’Guck mal, die haben so ein Band gespannt’ ... Ich war mit einer Jugendgruppe in den Bergen unterwegs. Und tatsächlich, da balancierten ein paar Leute auf einem Schlauchband, wie wir es vom Klettern her kannten. Immer wieder hatten wir schon davon gehört - jetzt waren wir zum ersten Mal direkt damit konfrontiert … Ganz genau weiß ich aber noch, dass die Slackline etwas vom Coolsten war, was ich bis dahin gesehen hatte.“ So beschreibt Fritz Miller den Beginn einer großen Leidenschaft. Wenn ein Kunstfaserband zum Balancieren aufgebaut wird, spricht man von einer Slackline. Das erste deutschsprachige Buch über diese boomende Trendsportart ist nun erschienen.

Der Panico-Verlag hätte kein idealeres Autorenteam finden können. Denn Franziska Friesinger und Fritz Miller wissen wovon sie schreiben. Sie studiert, wenn sie nicht gerade „slackt“, Leistungs- und Gesundheitssport in Innsbruck. Detailgenau zeigt Franziska Friesinger das Erlernen dieser Technik: erste Schritte, Bewegungsbasics, Aufbauen und Spannen, Spielerisches, Tricks und Akrobatik. Er hat seinen Beruf an den Nagel gehängt, um sein Leben dem Abenteuer und dem Bergsteigen zu widmen. Fritz Miller, der zum Expeditionskader im Alpenverein gehört, ist auch schon mal in der Eiger-Nordwand oder solo in einer Extremklettertour der Marmolada-Südwand zu finden. Wenn er nicht gerade auf einer Highline in schwindelnder Höhe zwischen zwei Felstürmen balanciert.

Kein Wunder, dass das Buch mit all seiner gebündelten Erfahrung die gesamte Bandbreite dieser facettenreichen Freizeitbeschäftigung aufzeigt. Und die vielen Vorteile: Slacken ist relativ sicher – wenn man nicht gerade das extreme „Highlinen“ nachahmt, es verursacht keine hohen Kosten und belastet bei entsprechender Rücksichtnahme nicht die Umwelt. Überall kann man sein Band aufbauen, einige Zentimeter über dem Boden als „Lowline“ oder etwas höher. Wer es wilder und motivierender will spannt eine „Waterline“ über das Wasser, insbesondere Fließgewässer und Wellen erschweren deutlich, die Balance zu halten. Hatte zunächst eher die Kletterszene nach ihren Touren begeistert ihre Slacklines begangen, so finden die Balancierbänder zunehmend auch in Kindergarten, Schule und Reha Eingang. Für Sportler aller Richtungen sind sie die ideale Ergänzung ihres Trainings, die sie mit Tricklines, Jumplines, Rodeolines und Longlines stufenlos prickelnder machen können.

Zahlreiche motivierende wie auch erläuternde Farbfotos und ein sehr guter Sprachstil vermitteln das Handwerkszeug und den Kitzel dieses neuen Breitensports. Dazwischen gestreute Erlebnisberichte verleihen die nötige Würze. Wie auch das Slacklining ist das abwechslungsreiche Buch eine Fundgrube für jeden, ist für Einsteiger, Fortgeschrittene, Freaks, Lehrer oder Übungsleiter gleichermaßen geeignet. Ob man nun in Park oder Garten knapp über dem Rasen balanciert, ob zwischen zwei Felsnadeln im Hochgebirge oder auf einer 200 Meter langen Line, jeder kann es erleben, das großartige Gefühl, das dieses Buch, dieser Sport vermittelt: „Es war einer der intensivsten Momente meines Lebens, ich spürte meinen Körper wie nie zuvor“, so einer der Spitzensportler, „dann merkte ich, dass sich ein Lächeln auf meinem Gesicht breit machte. Einfach so!“

Manuel Werner

Fritz Miller, Franziska Friesinger: slackline. Tipps – Tricks – Technik. Köngen (Panico Alpinverlag) 2008, 166 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, kartoniert, 16, 80 Euro, ISBN-10: 3936740534, ISBN-13: 9783936740530

Leseprobe, hier klicken!

 


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