Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar
LesBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  Bücher
 
Ein Steinzeitabenteuer auf der Schwäbischen Alb
 

Die Geschichte spielt vor etwa 8000 Jahren am Rande der Schwäbischen Alb. Der Chef eines Klans verschwindet bei der Jagd spurlos. Ein Jagdunfall, wie er bei den mittelsteinzeitlichen Jägern schon mal vorkam, so denken alle, auch Wuschan, der Sohn des Verstorbenen. Bis er im Wald das Löwenmenschen-Amulett des Vaters findet. Wuschan hat bald den Verdacht, dass der Tod seines Vaters kein Unfall war und jemand auch ihm nach dem Leben trachtet. Aber wer könnte dahinter stecken und warum? Und was haben die Ackerbau-treibenden Siedler damit zu tun, die die Wälder niederbrennen und den Lebensraum der Jäger-Klans zerstören? Wuschan weiß bald nicht mehr, wem er noch trauen kann und entschließt sich zur Flucht. Erst aus der Entfernung scheint sich das Bild zusammenzufügen und Wuschan wird schließlich von der Vergangenheit seines Klans eingeholt.

Eine spannende Geschichte entfaltet sich vor dem Hintergrund einer kulturgeschichtlich wichtigen Epoche. Archäologische Forschungsergebnisse sind offensichtlich sorgfältig recherchiert und in die Handlung eingearbeitet. Zu Anfang hangelt sich die Erzählung noch von einer archäologischen Information zur anderen, wird aber im Lauf des Buches deutlich flüssiger.

Leider wird das Lesevergnügen vor allem durch zwei Dinge getrübt:
Erstens bleiben die Figuren größtenteils blass und leblos, fast klischeehaft, was angesichts ihrer Anzahl nicht weiter verwundert. Die Liste der im Buch vorkommenden Personen nimmt zu Anfang des Textes volle zwei Seiten ein.
Zweitens hat der Leser den Eindruck, dass der Autor sich nicht wirklich entscheiden konnte, ob er eher ein erzählendes Jugendbuch oder einen wissenschaftlichen Text schreibt. Vor allem zu Anfang stören die zahlreichen Verweise auf das Glossar am Ende des Buches den Lesefluss ganz erheblich. Einige dieser Zusatzinformationen, die das direkte Lebensumfeld der Figuren betreffen, wären im Text selbst eine Bereicherung gewesen. Andere hätten vielleicht in eine Epochen-erklärende, jugendgerechte Ergänzung zum Schlusswort gepasst.
Nur schwer verständlich ist auch, warum der Autor zwar alle Handlungsorte mit Fantasienamen bezeichnet, aber gleichzeitig jeweils auf das Glossar verweist und dort die „realen“ Orte der fiktiven Handlung offenbart.

Fazit: Ein prinzipiell lesenswertes Buch mit interessanter Handlung, bei dem man sich von den ersten Kapiteln nicht abschrecken lassen muss. Das Glossar sollte man jedoch besser am Stück durchlesen und die Verweise im Text schlicht ignorieren.

Zecha, Marcus. Das Löwenmenschen-Amulett. Ein Steinzeitabenteuer auf der Alb. Tübingen: Silberburg-Verlag, 2009. 272 Seiten. ISBN 978-3-87407-848-1. 14,90 €.

 

 


Anzeigen



Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung