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Wildkräuter
 

Unkraut lecker zubereitet: Die Sachbuchautorin Marlies Busch hat bei Buchrecherchen einheimische Wildpflanzen für ihre eigene Küche entdeckt und in diesem benutzerfreundlichen Buch zusammengestellt.

Zuvorderst finden sich in dem handlichen Buch von Marlies Busch allgemeingültige Hinweise für das Sammeln von Wildkräutern, so zum Beispiel zur Vermeidung von Pflanzenausrottung, auf den Nachteil von Plastiktüten/-behältern zum Sammeln weist sie hin und gibt Tipps für die Aufbereitung des Sammelgutes.

23 meist gut auffindbare Kräuter hat sie in jahreszeitlicher Reihenfolge aufgelistet.
Als erstes wird über die Sommerlinde berichtet, deren Blüten als Tee zubereitet fiebersenkend und schweißtreibend wirken. Weniger bekannt sind die Verwendung der Lindenblütenblätter zum Salat sowie die Blüten zu einem ganz besonderen Essig. Als nächstes folgt das ach so unscheinbar scheinende Gänseblümchen mit Rezepten unter anderem für Gänseblümchenkapern zum verfeinern von Saucen: 200 ml Wasser mit 1 Teelöffel Salz aufkochen, 1 Tasse Gänseblümchenknospen und 1 Teelöffel Pfefferkörner 10 Minuten darin ziehen lassen. Dann abtropfen lassen, in saubere Gläser füllen, mit Olivenöl bedecken und verschließen. Diese Kapern halten sich etwa ein Jahr lang.
So einfach und ausführbar sind fast alle Rezepte, so auch für mit weißer Taubnessel gefüllte Pfannkuchen oder Veilchensorbet. Dazwischen sind Konservierungsmöglichkeiten der einzelnen Pflanzen aufgelistet. Kulinarisch sehr interessant ist die Verwendung von Huflattich, Giersch und dem etwas bekannteren Bärlauch.

Für die Sommerzeit führt die Autorin den Leser über den roten Klee, echten Kerbel und echtes Mädesüß zum großen Sauerampfer, zur Vogelmiere und zum schwarzen Holunder. Auch das Hirtentäschelkraut und der kleine Wiesenknopf sind, wie natürlich der allbekannte Löwenzahn, vielseitig verwendbar.
Zu all diesen Kräutern sind jedoch nicht nur ihre essbaren Vorzüge angegeben, es wird auch ihr heilsamer Wirkungseinsatz erläutert.

Zum Herbst kommen noch einige Früchte wie Sanddorn, Schlehe und Hagebutte zum Einsatz, mit Angaben zur Saft-, Gelee- oder Likörherstellung. Zum Ende hin finden sich noch die sehr wertvolle Brennessel, die zwar gewöhnliche, aber wunderschöne Wegwarte, sowie Kornelkirsche und Eberesche ihren Weg zum Einkochkessel. Die letzte Seite weist einen Saisonkalender auf, der zeigt, wann von welcher Pflanze Blätter und Triebe, Blüten und Knospen, Samen und Früchte sowie die Wurzeln zu ernten sind.
Die Bilder der Pflanzen sind realistisch und erleichtern das Erkennen der Pflanze in der Natur.

Auf 64 Seiten werden hier leicht zuzubereitende und wohlschmeckende einheimische Wildkräuter für Nahrung und Heilung aufgezeigt. Es ist, vor allem auch angesichts des Preises (7,90 Euro), ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Anfänger und Anhänger der Kräuterküche, denn es enthält auch noch Wissenswertes für schon kräutererfahrenere Nutzer.

Wildkräuter
Frisch + würzig + wohltuend
Von Marlies Busch
Ulmer-Verlag Stuttgart
ISBN 978-3-8001-5846-1
64 Seiten / 7,90 Euro

 

 


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