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Allmen und die Libellen
 

Mit Allmen – offiziell Johann Friedrich von Allmen, der von dienstbaren Geistern auch Don John oder Conte genannt wird, obwohl sein Nachname keine adlige Abkunft, sondern nur die Herkunft von den Alpen bedeutet – hat Martin Suter eine schillernde Hauptfigur geschaffen, von der man gerne, wie angekündigt, mehr lesen würde. Erbe und Verbraucher eines durch Immobilienspekulationen angehäuften Millionenvermögens, liebt er was das Leben schön und teuer macht, hasst es zu feilschen, spricht acht Sprachen und wahrt nach außen weiterhin den Stil des lässigen, großzügigen Lebemanns, obwohl er inzwischen praktisch pleite ist. Um die täglichen Ausgaben zu bestreiten verkauft er gelegentlich eine Antiquität oder einen Kunstgegenstand, nicht immer aus seinem rechtmäßigen Besitz, an einen verschwiegenen Händler. Dessen gewaltsamer Tod und ein Anschlag auf sein eigenes Leben machen ihm klar, dass dies zwar eine zunächst einfache, aber  riskante Art ist, seinen Unterhalt zu sichern. So beschließt er, den Kampf aufzunehmen und den kriminellen Elementen der feinen Gesellschaft, mit denen er in zu engen Kontakt geraten ist, eins auszuwischen. Leider sind dem Autor und allen anderen, die die Geschichte vor ihrer Veröffentlichung gelesen haben, mindestens zwei Ungereimtheiten unterlaufen – da wird ein Milchkaffee bestellt, nachdem gerade einer serviert wurde, und eine Tür beim zweiten Besuch vor dem Zufallen gesichert, die sich beim ersten Mal noch problemlos von außen öffnen ließ -,.wodurch der Hinweis auf die Falle, die Allmen seinem Gegner stellt, auf den ersten Blick nur wie eine weitere Nachlässigkeit erscheint. Trotzdem: Mit Sympathie für den Autor kann man Allmen eine Chance geben.

Martin Suter: Allmen und die Libellen, Hardcover Leinen, 208 Seiten, ISBN 978-3-257-06777-4, 18.90 €

 


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