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Steiniges Paradies - Faszinierende Lebensräume der Schwäbischen Alb
 

Der Autor Günter Künkele muss Kennern des Genres nicht vorgestellt werden. Für die anderen: Als engagierter Naturschützer des BUND Alb Neckar (BNAN) und als Naturschutzwart setzt er sich seit langem für die Albnatur ein. Er ist ein besonderer Kenner des ehemaligen Truppenübungsplatzes Münsingen und hat sich als Naturfotograf und Buchautor zur Natur der Alb einen Namen gemacht.

Einer Einführung zum Thema Naturerbe Schwäbische Alb folgen Präsentationen verschiedener Lebensräume. Angefangen von Hecken und Steinriegeln, über Magerrasen, Wacholderheiden, Wiesen, stehende Gewässer, Höhlen, Quellen und Fließgewässer, Feuchtlebensräume, Felsen und Streuobstwiesen spannt sich der Bilderbogen dieser Lebensräume bis hin zum "Paradies im Kleinformat", dem ersten Großschutzgebiet Baden-Württembergs, das als Biosphärengebiet Schwäbische Alb ausgewiesen ist. In ausgewogenem Verhältnis sind die hochwertigen Fotos, die die albtypische Tier- und Pflanzenwelt als „europäisches Tafelsilber“ vorstellen, in kompetenten Text eingebettet. Diese Textpassagen erklären nicht nur gut verständlich die präsentierten Naturphänomene, sondern lassen auch anderes Hintergrundwissen einfließen. So erzählt Günter Künkele bei der Beschreibung der Hummel-Ragwurz, wie es zu ihrem Volksnamen „Totenköpfle“ kam: Der Sage nach erblühten ein Jahr nachdem der Humanist und Dichter Nicodemus Frischlin von der Landesfestung Hohenurach tödlich abstürzte, aus den Blutspritzern diese Orchideen. Somit erhielten sie den Namen „Totenköpfle“, während die verwandte Fliegen-Ragwurz ihrer samtenen Blüte wegen in schwäbisch-älblerischem Zungenschlag „Samet-Weible“ genannt wird. Auf der anderen Seite erwähnt Günter Künkele auch Staunen machende Fakten: Manche Felspflanzen wie das Immergrüne Hungerblümchen sind Relikte der letzten Eiszeit, die immerhin vor 10.000 Jahren das Gebiet prägte, und er stellt auch die Frage, wie lange noch die „lichtgrünen“ Buchenbestände, die „dämmerige Hallen bilden“ (Gradmann), angesichts der Klimaerwärmung ihre lebensnotwendigen, kühlfeuchten Bedingungen behalten.

Die Fotos zeigen sowohl die Natur- und Lebensräume der Schwäbischen Alb, die mosaikartig hier und dort in die Albfläche eingebettet sind, als auch die typische Flora und Fauna. Gleichsam als „Naturjuwelen in der Schatzkammer Schwäbische Alb“ sind sie mitunter zweiseitig auf eindrucksvolle Weise hervorgehoben.

Das prächtige Werk sei jedem Freund der Schwäbischen Alb und jedem Naturfreund empfohlen!

Günter Künkele: Steiniges Paradies. Faszinierende Lebensräume der Schwäbischen Alb, Tübingen (Silberburg Verlag) 2011, 208 Seiten, 222 Farbaufnahmen, 21,5 x 27,5 cm, gebunden, ISBN 978-3-8425-1138-5, 24,90 Euro.

Manuel Werner

 


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