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Reinventing discovery. The New Era of Networked Science
 

Was bietet das Internet für Möglichkeiten, wenn es ums Lernen geht? Das haben viele, die stetig mehr wissen wollen, schon für sich herausgefunden. E-Learning zum Beispiel ist zu einem eigenen Berufszweig herangewachsen. Und jetzt zeigt uns Michael Nielsen, dass wir noch mehr herausfinden können, wenn wir besser miteinander lernen.

Michael Nielsen stellt anschaulich dar, dass die Nutzung des Web für das Lernen und Forschen nicht nur Spass machen kann, sondern aus seiner Sicht auch notwendig ist, um schneller voranzukommen und dringende Aufgaben zu lösen. Das sind vor allem jene Fragen, mit denen man auf traditionellem Wege gar nicht weiterkommt, weil das Netz als Arbeitsmittel fehlt. Es sind Fragen, die durch vernetztes Arbeiten effizienter zu lösen sind, weil sich im Web eben jene begünstigenden Zufälle leichter organisieren lassen, ohne die so manches Problem gar nicht gelöst werden könnte: dass die richtigen Leute sich einbringen, und das geht im Netz eben ortsungebundener und oft auch zeitlich freier. Und dass die notwendigen Daten für alle verfügbar sind. Dies trifft insbesondere auf internationale wissenschaftliche Kooperationen zu.

Auf beliebige andere Wissensfelder oder Lernumgebungen übertragbar zu sein scheint mir vom Anliegen her ein konkretes Projekt, das Nielsen in seinem Eröffnungskapitel schildert: das Polymath Project, das im Januar 2009 von einem Spitzenmathematiker, Tim Gowers, in dessen Blog gestartet wurde. Gowers beschrieb da ein bestimmtes mathematisches Problem, das er gern lösen können wollte und von dem er vermutete, dass er es alleine nicht schaffen würde. Seine Kumpels und auch fachliche Kontrahenten stiegen ein. All das ist frei im Netz nachzulesen. Nielsen, selbst mathematisch versiert, ist vor allem von einer Sache fasziniert, die zeigt, das alle, auch die profiliertesten Leute der Welt, ständig etwas Neues versuchen und dabei was lernen: "In den Kommentaren", so schreibt Nielsen, "werden Ideen vorgeschlagen, es wird an ihnen herumgefeilt, sie werden verworfen, alles mit unglaublicher Geschwindigkeit. Man sieht hier, wie Top-Mathematiker Fehler machen, falsche Wege einschlagen, den banalsten Details nachgehen, und das alles, weil sie nicht nachlassen wollen, um der Lösung auf die Spur zu kommen. Und mit all diesem Hin und Her von Versuch und Irrtum sieht man, wie allmählich eine Erkenntnis entsteht" [Übersetzung aus dem Englischen von der Rezensorin].

Dies ist übrigens kostenlos nachzulesen, denn das erste Kapitel, aus dem dieses Beispiel stammt, ist beim Verlag frei im Netz zu haben, als übliches Lockmittel für einen Kauf des Ganzen. Ab der zweiten Auflage, so schreibt Michael Nielsen in seinem Blog, möchte er das gesamte Werk dann unter einer freien Lizenz verfügbar machen.

Claudia Koltzenburg

Michael Nielsen. Reinventing discovery. The New Era of Networked Science. Princeton:
Princeton University Press, Oktober 2011. 24,95 US$ = ca. 23 € (mit Versandkosten).
ISBN 9780691148908 (cloth), ISBN 9781400839452 (ebook); Chapter 1:
http://press.princeton.edu/chapters/s9517.pdf

 


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