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Heinrich Steinfest – Mariaschwarz
 

Vincent Olander ist in einem Schwarzwalddorf hängen gebleiben. Er scheint etwas zu suchen, oder besser gesagt: einmal gesucht zu haben - doch was? Er sieht verloren aus, seine Nase hängt allabendlich in seiner Stammkneipe überm Schnapsglas, doch er schweigt.

Was um Himmels Willen sucht Vincent Olander in dem öden Schwarzwalddorf? Während er wartet, hat er sich auf eine Symbiose mit seinem Kneipenwirt eingestellt. Diese zerbricht eines Tages, weil der Wirt Vincent aus dem dunklen See "Mariaschwarz" rettet, in den er versehentlich gefallen ist. Wenig später wird in dem diesem See ein Ungeheuer entdeckt und kurz darauf auch noch ein Skelett. Damit kommt die Polizei ins Spiel: Kommissar Lugastik aus Wien reist an, mit seiner ganz eigenen Art und seiner eigenen Geschichte, das Karussell beginnt sich zu drehen.

Mehr darf nicht verraten werden. Der Kriminalroman beginnt beschaulich, man muß sagen, eher schleppend, mit meiner Meinung nach völlig unnötigen literarischen Ausschweifungen (gähn). Doch das Buch wird noch sehr spannend! Es wird geschossen, gestorben und geliebt und nichts ist mehr sicher, nicht mal, ob die Hauptfigur und ihr Problem das Wichtigste bleibt. Die Kugel der Handlung springt, überraschend wie beim Flipperspiel, immer wieder in eine andere Richtung, so daß man manchmal eine Zeile zweimal lesen muß, um sie wirklich zu glauben.

Leider werden ein paar Rätsel des Kriminalromans nicht wirklich gelöst, und auf der letzten Seite des Buches fragt man sich, ob man da irgendwas verpasst hat. Hat man nicht, die Auflösung liegt im Nebulösen. Trotzdem ist das Buch wirklich lesenswert, vor allem weil Tabus angesprochen werden, über die sonst quasi niemand spricht. Aber worum es da geht, das muß man selbst herausfinden.

Marion Tichy

Heinrich Steinfest – Mariaschwarz
2008 im Piper Verlag als Hardcover erschienen
seit 2010 für 9,99 Euro als Taschenbuch erhältlich
In der Stadtbücherei Nürtingen ausleihbar

 

 


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