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Clerks II
 

Dante und sein Kumpel Randal sind nach dem Brand in ihrem Quick-Stop im Fast-Food-Restaurant Mooby’s angestellt. Die Drogendealer Jay und Silent Bob, die sonst vor dem Quick-Stop standen, sind mitgekommen. Dante plant unterdessen gemeinsam mit seiner Verlobten Emma nach Florida umzuziehen, dort würde er ein etwas besseres Geschäft vom Schwiegervater übernehmen, aber dummerweise ist er auch in seine Chefin verliebt. Dante kann sich zwischen den Frauen einfach nicht entscheiden. Randal sorgt immer für die abgewracktesten Sprüche – unglaublich - und vor allem verzieht er fast keine Miene. Als er sich mal als großer Star Wars-Fan mit seinem jugendlichen Kollegen, der Herr der Ringe-Fan ist, streitet, kommt ein alter Bekannter (Kevin Weisman, der Marshall aus der Serie Alias), rein und sagt „natürlich, Herr der Ringe ist super“. Daraufhin gibt es einen verbalen Zweikampf zwischen Herr der Ringe und Star Wars bis Randal eine so versaute Sache über die Hobbits sagt, dass sich unser Marshall vor Schreck übergeben muss. Abgesehen davon werden noch ein bisschen die Transformers durch den Kakao gezogen. Wer die Filme von Kevin Smith kennt – „Jay und Silent Bob schlagen zurück“, „Dogma“ oder „Clerks“ - wird ganz klar wissen, was ihn hier erwartet. Der Film lebt an vielen Stellen nur von den Sprüchen, die Randal sagt und man wartet begierig darauf, dass wieder was kommt. Randal organisiert am letzten Arbeitstag von Dante eine Abschiedsparty für ihn. Er möchte, dass sein Kumpel sieht, wie es ein Hengst mit einer Frau treibt. Er findet auch das passende Angebot „Kinky Kelly and the Sexy Stud“ Allerdings geht es bei dieser sodomitischen Sexshow um eine Eselin und einen richtig üblen Monsterkerl. Da auch eine Nebelmaschine mit dabei ist und das ganze in Mooby’s Quickstop gemacht wird, werden Jay, Silent Bob, Dante und Randal festgenommen, nachdem Dante fälschlicherweise Feuer im Restaurant meldet. Sie landen alle im Gefängnis, wo sie sich ein bisschen streiten. Sogar Silent Bob hat etwas zu sagen und zwar zum ersten mal was sinnvolles. Er haut dem Jay zum ersten Mal in all den Filmen, in denen sie schon aufgetaucht sind, um die Ohren, dass er nur Blödsinn plappert. Als Stargast kommt wieder wie in Dogma dieser Schauspieler, der nicht schauspielern kann – Holzgesicht Ben Affleck - und Alanis Morisette kommt im Soundtrack vor. Das Ende geht, wie immer bei solchen Filmen, gut aus.

Es ist eine nette, gute Komödie, die einfach Spaß macht. Ein schöner Unterton, der auch im Gefängnis mitschwingt, ist dieses Problem ab 30: was haben wir erreicht im Leben, wie geht es weiter. Das wird am deutlichsten, als sie einen ehemaligen Klassenkameraden bedienen müssen, der Millionen gemacht hat mit einer Internetsuchmaschine, und der die beiden so richtig vorführt. Das ist die typische kleine Midlifecrisis, die schon viele durchgemacht haben. Weil der Druck im Leben so angestiegen ist, im Vergleich zu früher, wo die Leute erst mit 45 ihre Midlifecrisis hatten, taucht dieses Problem jetzt schon bei Frühdreißigern auf und ist hier sehr gut herausgearbeitet. Also die große Frage: wann wirst du endlich erwachsen sein?

Clerks II: ein schöner Film, kommt nicht ganz ran an die früheren Filme von Regisseur Kevin Smith, der auch Silent Bob spielt, aber ist immer wieder für gute Gags zu haben – die arme Eselin tut mir heute noch leid.

USA 2007, R. u. D.: Kevin Smith

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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