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Der Sternwanderer
 

Es ist mal nicht wieder ein Comic verfilmt worden oder ein Kinderbuch mit Zaubergeschichten, sondern ein richtiger Roman von Neil Gaiman. Mit Clare Danes, sie spielt den Stern Yvaine, Charlie Cox, Michelle Pfeiffer als böse Hexe, Robert De Niro als Captain Shakespeare und Peter O´Toole hat einen Gastauftritt als König von Stormhold. Für die Musik war Ilan Eshkeri verantwortlich.

Die Geschichte ist im Grunde recht simpel (na, lest erstmal weiter, d.Sek.). Es spielt vor eineinhalb Jahrhunderten. Das das Dorf Wallliegt an einer Mauer, die schon immer das normale England von dem sagenhaften Land Stormhold trennt. Eine Lücke in der Mauer wird bewacht von einem Torwächter, einem ziemlich lustiger alter Kauz. Einem jungen Mann gelingt es durch diese Lücke zu kommen, als der Torwächter nicht aufpasst. Er gelangt in diesem sagenhaften Land auf einen Zaubermarkt, lässt sich mit einer Sklavin ein, und geht wieder zurück. Neun Monate später klopft es , der Torwächter steht vor der Tür und übergibt einen kleinen Präsentkorb. Darin ist ein kleines Kind: Tristan.

18 Jahre später ist Tristan so gut wie erwachsen und hält um die Hand der hübschen aber hochnäsigen Victoria an, die eigentlich nichts von ihm wissen will. In Stormhold liegt der König im Sterben und es gibt eine seltsame Tradition: die Söhne müssen sich gegenseitig umbringen und der, der überlebt erbt das Königreich. Nur waren seine Söhne zu dumm dafür, es sind noch drei übrig, und der König ändert die Tradition. Er schickt sein Amulett los, das Zauberkräfte hat, es kann fliegen. Wer dieses Amulett findet, darf König werden. Dummerweise fliegt das Amulett in den Weltraum und holt einen Stern mit hinunter. Dieser Stern vermenschlicht sich beim Aufprall und gibt die schöne Yvaine preis, ein trotziger kleiner Stern mit einer sehr großen Klappe. Zur gleichen Zeit hat Tristan seine Victoria überreden können bei einem Mitternachtspicknick mitzumachen und er ringt ihr das Versprechen ab, wenn er ihr innerhalb von einer Woche diesen Stern bringt, dann wird sie ihn heiraten. Er macht sich auf den Weg, will über diese Mauer, kommt allerdings  nicht drüber. Entmutigt geht er zu seinem Vater, der ihm all das in die Hand drückt, was auch in dem Korb war, unter anderem eine Zauberkerze, die ihn, sobald er sie angezündet hat, sofort zu diesem Stern bringt. Mit mehr Mühe als Freiwilligkeit schafft er es, dass Yvaine, der Stern, mit ihm kommt. Er denkt, er marschiert einfach zurück und Victoria gehört ihm. Aber der Stern hat ja auch das Amulett, so dass die Prinzen hinter ihm her sind. Außerdem haben die drei Königinnen der Hexen den fallenden Stern beobachtet. Diese Hexen sind alt und hässlich, wie wir es von Hexen kennen. Wenn sie aber das Herz eines leuchtenden Sterns essen, dann erlangen sie fast so etwas wie die ewige Jugend. Michelle Pfeiffer wird wieder jung gemacht durch die Reste des letzten Sterns und wird auf den Weg geschickt diesen Stern zu fangen und ihr tatsächlich das Herz rauszuschneiden. Es beginnt eine wilde Verfolgungsjagd darum wer den Stern bekommt und wer es über die Mauer schafft mit teilweise sehr skurrilen Einfällen. Als Tristan und Yvaine einmal in den Wolken sind, werden sie von Piraten in einem Luftschiff mitgenommen, die eigentlich Blitze angeln, angeführt von Captain Shakespeare, gespielt von Robert De Niro - fantastisch wie er das wieder hinbekommt. Er macht den großen Macker und als er erfährt, dass Tristan aus England ist, gibt er sich den beiden als großer Bewunderer Englands zu erkennen, der auch gerne Frauenkleider anzieht. Es ist köstlich zu sehen wie Robert de Niro zum Cancan in der Unterwäsche des 18. Jahrhunderts tanzt und mit dem Fächer umherwirbelt – deutlich gruseliger als die Hexen. Dann gibt es die toten Brüder, die potenziellen Thronfolger, die schon um die Ecke gebracht wurden und solange in einer Zwischenwelt gefangen sind bis der wahre König da ist. In dieser Zwischenwelt kommentieren sie das Geschehen und das ist es schon allein wert diesen Film anzuschauen, wenn sie Muppet-Show-mäßig alles in den Dreck ziehen oder mitfiebernd wie Fernsehzuschauer vor der Glotze dasitzen und am Ende dann etwas überrascht sind, dass sie erlöst sind.

Insgesamt ein ganz großartig gemachter Film. Er erzählt eine Geschichte mal ganz anders, als wir es sonst kennen. Die Musik ist sehr begleitend, sehr kräftig, hat den Film stark unterstützt. Eigentlich ein richtig schöner Weihnachtsfilm. Es ist das typische Fantasy-Genre, aber mit mehr Humor angerührt. Er ist märchenhafter als „Der Herr der Ringe“, es fehlt ihm das extrem epische, das dort zu finden ist. Daher geht er mehr in Richtung Kinderfilm, hat aber ein paar Szenen, die zu gruselig und zu grausam sind, um ihn als Kinderfilm durchgehen zu lassen. Der Film hängt also ein bisschen zwischen den Stühlen. Es macht Spaß ihn anzuschauen, vor allem wegen den lustigen Einfällen. Ein schöner Film aber nichts für die ganz kleinen.

USA/GB 2007; R.: Matthew Vaughn, D.: Jane Goldman, Matthew Vaughn

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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