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Das Beste kommt zum Schluss
 

Jack Nicholson spielt Edward Cole, Besitzer von Krankenhäusern, der immer recht rigide vorgeht und macht und tut und dadurch wenig Menschlichkeit darstellt. Bei ihm wird Krebs diagnostiziert und er kommt in ein Zimmer mit Carter Chambers, gespielt von Morgan Freeman. Carter ist ein ziemlich intelligenter Bursche, der, als er studierte, recht arm war und als seine Freundin schwanger wurde blieb ihm nichts anderes übrig, als Automechaniker zu werden. Während Edward Cole ziemlich vornehm behandelt wird, wird Carter Chambers im selben Zimmer eher als Unterklassen-Patient nur so nebenher behandelt. Carter Chambers hat diesen Krebs schon länger, kennt auch die Behandlungssachen und die beiden freunden sich mit der Zeit an. Edward sagt dem Arzt „Sagen Sie ihm endlich, wie es um ihn steht.“ Und es stellt sich heraus, dass Carter diesen Krebs nicht überleben wird. Ähnlich ist es auch bei Edward Cole. Carter beginnt daraufhin eine To-do-Liste anzufertigen. Eine Löffel-Liste, nach dem Motto seines ehemaligen Philosophieprofessors, sie sollten mal aufschreiben, was sie alles tun würden bevor sie den Löffel abgeben. Edward nimmt sich dieser Liste an - sie sind beide noch im Krankenhaus - und sagt, „das ist doch keine richtige Liste“ und ergänzt sie noch um Dinge wie Fallschirmspringen und die schönste Frau der Welt küssen, während Carter sich eher der philosophischen Dinge annimmt: was Majestätisches sehen, einem Fremden Hilfe leisten und ähnliches. Sie beginnen diese Liste abzuarbeiten. Am Anfang verläuft alles ganz nett. Edward Cole mit ewig viel Geld kann sich das natürlich auch leisten. Er lädt Carter Chambers ein, der sich auch mal gegen seine Frau durchsetzt und sagt: „nein jetzt mache ich mit dieser verbleibenden Zeit, die ich noch habe, was.“ Sie gehen Skydiven, nach Ägypten, sie essen in Paris und solche Sachen.

Der zweite Teil des Films geht um die wichtigen Dinge, nicht nur das was Spaß macht, sondern auch die bedeutenden Dinge im Leben: Familie, sich versöhnen und so. Edward Cole war vier Mal verheiratet. Einer Heirat entstammt auch eine Tochter, mit der er sich verkracht hat, weil sie einen jungen Studenten heiratete, den er sehr abträglich findet. Er ist gegen die Heirat, wird deswegen auch nicht eingeladen. Das erste Mal kommt sie wieder zu ihm nachdem er sie geschlagen hat. Carter fragt „was hast du getan?“ „Das was jeder gute Daddy tun würde, ich habe mich um das Problem gekümmert. Ich kannte jemanden, der jemanden kannte, der solche Sachen macht.“ Er wusste nicht was der getan hat, getötet hat er ihn jedenfalls nicht. Aber die Tochter kam nicht mehr und bei der letzten Begegnung hat sie ihm eine Szene gemacht, dass sie ihn nie wieder sehen will. Sie verkrachen sich auf Grund dieser Sache, weil Edward sich nicht mit seiner Tochter aussöhnen will. Das Ganze kittet sich erst nachdem Edward gestorben ist.

Der Film ist sehr komödienhaft, aber angenehm ist – beide sterben am Ende -, dass es nicht dieses typisch amerikanische alles-wird-gut-Wunder gibt. Der Film zeigt: wer todkrank ist und die Möglichkeit hat, sollte sich nicht ins stille Kämmerchen zurückziehen. Das drückt Edward Cole am Anfang recht stark aus, da sagt er zu Carter: „Was willst du tun, willst du dich bemitleiden lassen von deiner Familie, die dir beim Sterben zuschaut und jedem täglich noch mal guten Mut zusprechen? Nein, wir machen einfach was!“ Der Film besitzt viele Höhepunkte, er ist phantastisch gespielt. Nicholson kann das Ekel genauso gut spielen, wie den Charmanten und Morgan Freeman ist auch ein gediegener Schauspieler. Der Film nimmt einem nicht die Hoffnung, sondern gibt einem wieder Hoffnung. Denn sterben müssen wir alle, da führt kein Weg dran vorbei, nur wissen wir nicht wann wir sterben. Aber der Film zeigt, dass es auch eine andere Möglichkeit gibt zu sterben. Die beiden wissen wann sie sterben werden und drehen noch mal richtig auf. Der Film ist sehr viel besser als „Knocking on Heaven’s door“, macht sehr viel Spaß, auf jeden Fall ein toller Film, der Philosophie light bedeutet, sie aber nicht lächerlich macht oder blöd darstellt.

USA 2007; D.: Justin Zackham; R.: Rob Reiner

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