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Der Krieg des Charlie Wilson
 

Anfang der 1980er Jahre arbeiteten der Kongressabgeordnete Charlie Wilson (Tom Hanks), die einflußreiche Joanne Herring (Julia Roberts) und der FBI-Agenten Gust Avrakotos (Phillip Seymour Hofman) daran, die Mudschahedin im von der Sowjetunion besetzten Afghanistan zu unterstützen - geheim und verdeckt, im kalten Krieg war nichts anderes möglich. Das Trio um Wilson, Herring und Avrakotos stellte in der Folge durch geschicktes Taktieren eigentlich unmögliche Kooperationen her (Israelis und Araber), kein leichtes Unterfangen. Aber am Ende wurde aus dem Anfangsetat von 5 Millionen Dollar etwa eine Milliarde.

Die Besatzungsmacht zog sich am Ende zurück, aber das viele Geld brachte mit den Taliban auch eine neue USA-feindliche Macht in Stellung. Von humanitärer Hilfe für das Land wollte im US-Kongress nach dem Abzug der Truppen niemand mehr etwas wissen. So übernahmen die fundamentalistischen Islamisten die Macht in Afghanistan.

Eine gewisse Langatmigkeit des Films ist unübersehbar. Die satirischen Töne kommen dezent und hauptsächlich in Form scharfer Dialoge. Tom Hanks, der auffallend dick wirkt, bleibt anfangs farblos, besonders in Gegenwart des polternde Phillip Seymour Hofman, für den es vermutlich keine Rolle gibt, die er nicht überzeugend spielen kann. Aus dem unbeschwerten, leicht naiv wirkenden Abgeordneten Wilson wird im Verlauf ein sich der Verantwortung bewusster Kämpfer für die Freiheit und Ideale. Seine Herangehensweise ist erfrischend banal. Vorrangig möchte er erst einmal, dass die sowjetischen Helikopter abgeschossen werden können. Darauf baut sich für ihn alles auf.

Mike Nichols arbeitet gekonnt heraus wie die Mechanismen greifen wenn der erste Stein ins Rollen gebracht wird, egal von wem. Nicht immer muss das ein politisches Schwergewicht sein. Julia Roberts agiert routiniert ohne zu glänzen und passt deshalb zum gesamten Film. Es fehlen Spitzen, Höhepunkte an die man sich später erinnert. Vieles zieht sich wie in einer Dokumentation relativ zäh in die Länge. „Der Krieg des Charlie Wilson“ ist ganz ordentlich, aber dringend empfehlenswert ist er nicht.

USA 2007, D.: Aaron Sorkin; R.: Mike Nichols

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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