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Hancock
 

Superheld-Actionkomödie mit Will Smith. Man muss sich den Anfang so vorstellen: Eine Polizeijagd quer über die Highways der USA mit Hubschrauber und allem, was man so denkt, und aus allen Rohren feuernde Banditen immer wieder überblendet mit einem Penner, der mit Alkoholflaschen neben sich auf einer Bank schläft und von allem nichts mitbekommt. Immer wieder dieser Wechsel bis ein kleiner Junge kommt und diesen Typ weckt mit den Worten „Hancock, heh, wach auf!“ Er: „Ööh, was ist los?“ „Sieh doch, Banditen!“ „Hey, verpiss dich doch“ und der Junge sagt nichts anderes zu ihm als „Arschloch!“. Dieses Wort hören wir oft, denn das ist die Bezeichnung der Bewohner von Los Angeles für ihren Superhelden Hancock. Er ist nichts anderes ein saufender Typ, der sich überhaupt nicht darum schert, wenn er schon auf Verbrecherjagd geht oder Leute rettet, wie viel dabei zu Bruch geht. Als er diese Banditen schnappt, beschädigt er mehrere Gebäude, es wird von einem mehrstelligen Millionenbetrag gesprochen und die Leute sind einfach nicht froh, dass er da ist. Ein anderes Mal rettet er einen PR-Agent, der auf den Schienen stehen geblieben ist, indem er die Lokomotive des Zuges zum Stillstand bringt, sich allerdings die dahinter folgenden Wagen wie Dominosteine auffalten und er sagt dann nur „Oh, Scheiße“. Dieser PR-Agent ist so dankbar, dass sein Leben gerettet wurde, dass er versucht Hancocks Image aufzubessern. Das geht soweit, dass er Hancock auffordert „Stell dich dem Gesetz, die Staatsanwaltschaft will dich hinter Gitter bringen, dann tue es auch.“ Dort geht er in Selbsthilfegruppen, in Aggressionstherapien und ähnliches, gerät in eine Schlägerei, bei der er - man sieht nur das Ergebnis - den Kopf des einen Gefängnisinsassen in den Arsch des anderen steckt – sehr trashig. Der Anfang ist klasse, man lacht viel. Will Smith spielt sehr gut, den abgewrackten Superheld, der von allen nur „Du Arschloch“ betitelt wird. Nur Ray Embrey, der Agent, glaubt an ihn und tatsächlich, wenig später wollen ihn die Leute wiederhaben und ein neues Image wird geboren. Da ist aber noch Rays Frau, gespielt von Charlize Theron, die ein kleines Geheimnis mit sich rumträgt. Als sie sich das erste Mal begegnen, steht sie ihm sehr abweisend gegenüber und irgendwie hat man das Gefühl, sie kennen sich. Da Hancock allerdings an Gedächtnisschwund leidet, kann er sich nicht erinnern. Auf jeden Fall spielt sie noch eine große Rolle, die eine dramatische Wendung in dem Film bringt, aber mehr sei nicht verraten.

Der Film ist zweigeteilt: am Anfang sehr witzig, trashig, ein abgewrackter Superheld nicht wie der glänzende Superman in seinem Nachthemd, sondern ein in zerrissenen Hosen kommender. In der zweiten Hälfte faltet sich dann dieses große Drama auf. Das ist sehr gut gemacht. Ein sehr schöner Film, der einen Abspann-Gag hat, für den man gar nicht so lange sitzen bleiben muss, der kommt schon nach einer halben Minute. Es macht Spass. Insgesamt ein sehr sehenswerter Film: Hancock, wir hatten lange darauf gewartet und er enttäuscht wirklich nicht, ein sehr guter Film.

USA 2008; D.: Vince Gilligan, Vincent Ngo; R.: Peter Berg; 92 Min.; FSK: ab 12

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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