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The American
 

„The American“ ist der neuste Film mit George Clooney. Er ist von dem holländischen Regisseur Anton Corbijn, der durch Portraits und Musikvideos bekannt geworden ist. „The American“ ist sein Spielfilm-Debut und das hat er gleich mit dem guten alten George Clooney gemacht. George spielt einen Auftragskiller, der absolut eiskalt und ziemlich heftig drauf ist. In der Anfangssequenz hat er einen Auftrag in Schweden zu erledigen. Er hat sich in das Gefühlsleben einer hübschen Blondine eingeschlichen und macht mit ihr eine Art Urlaub. Irgendwann sind sie draußen im Schnee und sie dreht sich zufällig zur Seite und ihm den Rücken zu, er zieht die Waffe und schießt ihr in den Kopf - ohne Vorwarnung. Er muss fliehen, weil irgendwas dabei schiefgelaufen ist. Schwedische Killer sind ihm auf den Fersen und sein Auftraggeber sagt ihm, er soll nach Italien gehen in ein Abruzzendorf, dort eine Zeit lang untertauchen und keine Freundschaften schließen. Das heißt dass wir vom kalten Schweden in ein relativ malerisches Abruzzendorf kommen. Dort soll er gleich einen neuen Auftrag erfüllen und eine Maschinenpistole so zusammenbauen, dass sie in eine etwas kleinere Tasche bzw. in einen Samsonite-Koffer passt. Er macht sich an die Arbeit, sitzt im Hotel und bastelt und wurschtelt, weiß aber nichts über die Hintergründe. Zudem macht er den Fehler und beginnt ein paar Freundschaften zum Beispiel mit dem örtlichen Pfarrer und einer hübschen Prostituierten und mag auch diese Region ganz gut. Mehr sei nicht verraten, weil man sonst zu viel von Ende den Films erzählen würde.

Prinzipiell gibt es in dem Film nicht allzu viel Handlung. lm Gegensatz zu vielen amerikanischen Streifen lässt sich hier der Regisseur unglaublich viel Zeit. In einer Szene kommt der gute George Clooney in ein Café und der Regisseur wartet bis die Tür aufgeht, Clooney durch geschlappt ist und dann wartet er bis die Tür wieder zugeht. In jedem anderen Film wäre nur mal kurz gezeigt worden, wie er da durchläuft. Überhaupt mutet der ganze Film wie ein 70er Jahre Western an, vielleicht auch noch ein bisschen älter. In einer Szene läuft tatsächlich „Spiel mir das Lied vom Tod“. Es ist ein seltsamer Film, weil er unglaublich langsam ist. Er erinnert stark an David Lynch, der vor 10 Jahren den Film „Straight Story“ gedreht hat über den Mann, der auf seinem Rasenmäher von einem Eck Amerikas zum anderen gefahren ist, da ist ja auch nicht wirklich viel passiert. Ungefähr so muss man sich das auch hier vorstellen. Es ist lustig zu sehen, wie der gute George mit einer Fiat-Limousine durch die Gegend fährt, einem ziemlich abgefuckten Auto. Clooney selber spielt diesen gebrochenen Mann, der aufhören will und ein normales Leben anfangen möchte, ziemlich gut. Er spielt diesen geistig etwas müden Killer durchaus glaubwürdig. Das ist alles sehr europäisch. Man merkt, dass Clooney sich einen Dreck drum schert, was die Kritiker oder vor allem die Amerikaner über ihn denken. Er Lebt in Europa, hat eine italienische Freundin, sitzt irgendwo an einem norditalienischen See, lässt es sich gut gehen und macht nur das, worauf er Bock hat. Das ist diesem Film extrem deutlich anzumerken. Alles in allem ist „The American“ empfehlenswert. Allerdings sollte man nicht den vollen Wochenendkino preis ausgeben, sondern sich ihn eher für den günstigen Kinotag vornehmen. Und geht nicht rein, wenn ihr etwas müde seid. Denn mit den vielen etwas ruhigeren Passagen habt ihr gute Chancen einzuschlafen. „The American“ mit George Clooney: durchaus sehenswert.

USA 2010, R: Anton Corbijn, 105 Min., FSK ab 12 Jahren

(Radio Neckar - Supreme im Freien Radio für Stuttgart)

 


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