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Sommer in Orange
 

Sommer 1980. Amrita zieht mit ihren Kindern Lili und Fabian nebst ihrer WG, allesamt Bhagwan-Anhänger, von Berlin nach Bayern aufs Land. Welten treffen aufeinander. Eine lustige Komödie über die Zeit, als Selbsterfahrung noch kein Mainstream war.

Die bayerische Dorfbevölkerung beobachtet mit Skepsis ihre neuen Nachbarn. Und diese liefern ausreichend Bestätigung für ihre Vorurteile. Sie leben rücksichtslos gegenüber den Menschen um sie herum in ihrer eigenen Welt, zelebrieren den Urschrei und tanzen halbnackt im Garten.

Während die Erwachsenen sich dennoch kaum begegnen, ist es bei den Kindern beider Seiten anders. Sie müssen in die Schule und prallen im Ernst des Lebens aufeinander. Besonders Lili gerät zwischen die Fronten. Von den Mitschülern gemieden und von Mutter und Kommunenmitgliedern allein gelassen, sehnt sie sich nach Aufmerksamkeit und Liebe. Sie beginnt ein Doppelleben zu führen: Zu Hause trägt sie weiter die orange Kleidung der Bhagwan-Anhänger, in der Schule den Trachtenrock.

Keine Berührungsängste voreinander haben der einheimische Postbote und Kommunenmitglied Leela. Das geht ja gar nicht, finden ihre Mitbewohner und es zeigt sich, dass die Kommune gar nicht so offen ist, wie sie vorgibt, sondern auch strenge Regeln hat. Als schließlich Bhagwans rechte Hand, der große Prem Bramana anreist, um die neue "Buddhahalle" der WG einzuweihen, kommt es am Dorffest zum Eklat und nicht nur Lili stellt sich die Frage, wo sie eigentlich hingehört.

Der Film kam 2011 ins Kino und war in Deutschland sehr erfolgreich. Meiner Meinung hätte er noch mehr Aufmerksamkeit verdient. Nicht sehr gelungen ist das Cover, die hübsche Amrita sieht darauf ziemlich deppert aus, davon haben sich vielleicht manche abschrecken lassen.

Die Filmmusik ist von Gerd Baumann, besonders schön ist das Wunderlied, das die Kinder singen. Baumann hat es speziell für diesen Film getextet und komponiert.

Sommer in Orange
von 2011, 105 Minuten, freigegeben ab 12, Sprachen: Deutsch/Bayerisch/Schwäbisch, alternativ mit hochdeutschen Untertiteln, Hörfilmfassung für Sehbehinderte, Version mit Kommentaren von Buchautorin und Regisseur (auch sehr interessant).
Von Marcus H. Rosenmüller ("Wer früher stirbt ist länger tot"), beide Filme sind in der Stadtbücherei ausleihbar, sie stehen im ersten Stock unter Spielfilm/Komödie

http://www.sommerinorange.de/
Dort findet sich unter Extras auch ein kurzer, interessanter Einblick in die Bhagwan-Bewegung.

Marion Tichy

 


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