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  Musik
 
SündStoff: „tiefgründe“
 

Valle, ein Ex-HöGyaner, hat unter dem Bandnamen SündStoff die EP „tiefgründe“ herausgebracht, die er in einer Auflage von 100 Scheiben verkauft. Die Plattenbesprechung ist ein Auszug aus dem spongo-Artikel von Matthias Eberspächer über den jungen Musiker (spongo 35/August 2006).

…Meine Stilrichtung ist ‚Sprelodie’. … Eine Mischung aus Sprechgesang und Melodie. Wenn ich sage, ich mache Rap, stecken mich die Leute gleich in eine Schublade mit Aggro, Sido und Fler. Und das nervt. …

Valles Musik thematisiert oft Liebe, beispielhaft ist das komplett gesungene Lied „Herz“, das er vor circa einem Jahr für seine damalige Freundin schrieb. Hört man diesen Song, meint man, ein Clueso-Lied habe sich auf die SündStoff-Scheibe verirrt … aber um Vorwürfe der Abkupferung vorzubeugen erklärt er …, dass er dieses Lied schon schrieb, bevor er Clueso überhaupt kannte. ...

Auf die Frage, was ihn zu Texten wie „EntTäuschung“ oder „Propaganda“ antreibt, muss er nachdenken. „Die Medien sind da schon Motivation, obwohl ich mich auch gerne vom Fernsehen berieseln lasse. Aber genau das ist das Gefährliche. Es wird einem eine Wunschwelt vorgegaukelt.“

In „Tanz“ beschreibt er fiktive Geschichten, in denen er an Frauen gerät, die sich als Reinfall entpuppen, und legt seinen gesungenen Refrain und die gerappten Strophen über einen Beat mit einem ungewöhnlichen Rhythmus. „Das Lied soll eigentlich die männliche Liebe parodieren. Aber ein Funken Wahrheit ist natürlich auch dran, wenn man sagt, die männlichen Triebe seien stärker als männliche Liebe. …

Dass er auch Lieder ohne wirkliche Message macht, zeigt das Lied „Sand in den Schuhen“, das einen Traum von Urlaub, Strand und Meer beschreibt. Den Text schrieb er auf dem Heimweg von einem rundum misslungenen Urlaub in Italien.

Fast alle Texte entstanden also aufgrund von bestimmten Erfahrungen. So auch das erste Lied der EP „die innere Welt“, das er mit Sica, der Ex-Bigband-Sängerin aufnahm. Darin verarbeitet er zwei Suizide am Högy. … „Was ich in dem Lied eigentlich zum Ausdruck bringen will, ist, dass egal wie beschissen alles um dich herum läuft, es darauf ankommt, mit deiner ‚inneren Welt’ klar zu kommen.“ …

Valle gelingt es, aus seinem Leben Träume, Gefühle und Geschichten zu ziehen und sie mit einer gehörigen Portion Kreativität zu etwas Besonderem zu machen. … Er greift mit „tiefgründe“ mitten in das Leben eines jungen Menschen, der in unserer Zeit lebt. Den ersten Schritt zu einem breiten Publikum hat er mit einer Radiospielung auf „Das Ding“ schon geschafft. Mit einem anderen Song stürmte er in den Alternative HipHop Charts des Musikportals MyOwnMusic.de auf Platz eins. Was ihn aus der Masse des HipHop-Breis abhebt, ist, obwohl „tiefgründe“ sein Erstlingswerk ist, die Vielfalt: Statt monotonen Loops gibt es melodiöse Kompositionen und statt durchgängigem Rap einen Mix mit Gesang. Statt Sprechgesang ‚Sprelodie’.

 


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