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  Musik
 
Gregorianika - Ora et labora 2011 A.D.
 

Eine mystische Stimmung liegt in der Luft. Vor dem Publikum stehen sieben Männer in schlichten Mönchskutten, die Gesichter noch unter den Kapuzen verborgen. Als der Chor zu singen beginnt, fühlt man sich unweigerlich ins Mittelalter zurückversetzt. Gewaltig und kraftvoll erklingen die Stimmen und verursachen Gänsehaut beim Zuhören. So hatte ich mir das zumindest vorgestellt.

Denn neugierig geworden bin ich auf Gregorianika, weil der Chor im Frühjahr 2012 in der Kreuzkirche Nürtingen aufgetreten ist. Leider war ich am Konzertabend verhindert, deshalb organisierte ich mir eine CD von Gregorianika - Ora et labora 2011 A.D.

Schaurig schön ist es tatsächlich, dem vielstimmigen Männergesang zuzuhören. Zu Beginn jedenfalls. Denn der Chor singt viel auf Deutsch und Englisch, beides mit starkem osteuropäischem Akzent. Das ist echte Geschmackssache und man fragt sich, ob das sein muss. Hier soll wohl eine Nähe zum Zielpublikum aufgebaut werden. Bei mir zumindest ging das in die Hose.

Noch dazu versteht man auch den deutschen Text nicht. Leider kann man weder in der CD-Beilage noch auf der Internetseite des Chores die Liedtexte nachlesen oder Hintergrundinformationen finden, falls man neugierig ist. So fand ich erst nach einigem Suchen heraus, dass der Chor aus der Ukraine stammt.

Es schauerte mich also ganz anders als erhofft, denn die so ernsthaft zelebrierte Spiritualität erscheint doch schnell im Licht des kommerziellen Scheins. Dabei sind die Stimmen der Jungs echt nicht schlecht, die Musik reduziert sich im Wesentlichen auf den Gesang, anders als bei der namentlich ähnlich klingenden Gruppe Gregorian, die ihre Stücke mit poppiger Hintergrundmusik unterlegt und damit noch kommerzieller wirkt.

Wie gesagt, die CD traf nicht meinen Geschmack und ich bin gottfroh, daß ich am Konzertabend verhindert war.

Gregorianika - Ora et labora 2011 A.D.
14,90 Euro

Marion Tichy

 


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