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Giraffenaffen
 

Kinderlieder in neuem Sound. Giraffenaffen ist ein durchgestyltes Projekt, das eine gute Sache unterstützt. Doch gut gemeint ist noch lange nicht gut gemacht.

Zugegriffen hab ich auf die CD nicht wegen dem albernen Titel oder den affigen Comicfiguren darauf, sondern weil mein Lieblingslied La-Le-Lu angekündigt wurde, und weil The BossHoss mitmachen! Das waren zwei angekündigte Leckerbissen, und damit ein Versuch wert.

Was dann schließlich aus dem Player kam, enttäuschte mich. The BossHoss findet man nur, wenn man die Titelliste studiert. Sie verschwinden genauso im Einheitsbrei wie Lena, an deren Stimme man sich erinnern muß, ob man will oder nicht. Wenigstens rettet Annett Louisan ganz am Schluß das La-Le-Lu-Lied.

Viele der Lieder sind einfach nicht schön anzuhören. Zum Beispiel: "Hejo, spann den Wagen an" war ursprünglich ein Lied, bei dem es darum ging, schnell das Getreide vor dem Gewitter ins Trockene zu retten. Bei den Giraffenaffen geht es darum, die "goldnen Gaben" (ja, Gaben, nicht: Garben) zu holen, "... denn heut’ kann ich machen was ich will", was ist denn das für eine Botschaft? Das Tempo des Liedes ist wie in Zeitlupe - einschläfernd.

Der Sampler soll für Kinder (ab welchem Alter?) und deren Eltern sein. Damit ist das Zielpublikum so weit gestreut, daß es niemand wirklich gefällt. Ich würde das Teil meinen Kindern sowieso nicht zumuten. Denn Giraffenaffen ist nicht nur eine Musik-CD, sondern ein aufgemotztes kommerzielles Marketingprojekt nebst eigener Webseite, Poster, Videos, Spielen, Stickern und Ausmalbildern. Und alles furchtbar kitschig. Versprochen wird, daß das Projekt Die Arche unterstützt, in welcher Höhe diese Unterstützung ausfällt, wird nicht genannt.

STATTzeitung empfiehlt statt Giraffenaffen zu kaufen, lieber in die Wilhelma zu gehen, Affen und Giraffen anzuschauen, welches sehr unterschiedliche Tiere sind, und sich keinen Bären aufbinden zu lassen.

Marion Tichy

 


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