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Das sind ja schöne Aussichten!
 

Nicht nur, wenn man neu in eine Stadt kommt, kann es hilfreich sein, sich zur Orientierung die neue Umgebung einmal von oben anzuschauen. Auch wenn man schon lange in einer Stadt "versumpft" ist, ist es vorteilhaft, sich von Zeit zu Zeit aus dem Geschehen auszuklinken und sich die Bühne seines kleinen Lebens von Weitem anzuschauen. Für Nürtingen hat man dazu mehrere Möglichkeiten.

Wir empfehlen parallel zur Artikellektüre eine topographische Wanderkarte oder zumindest eine Straßenkarte aufzuschlagen.

Nürtingen liegt vor der Anhöhung Schwäbische Alb, beginnen wir also damit, die Aussicht von dort zu wagen. Einen schönen Blick und weiten Überblick hat man beispielsweise von der Burgruine Hohen Neuffen oder vom Beurener Fels aus. Auch der im Norden fast baumlose Jusi bei Kohlberg lohnt einen Aufstieg. Von der Alb aus überblickt man bei klarem Wetter das ganze Voralbgebiet bis an den Rand des Stuttgarter Kessels. Unser geliebtes Nürtingen findet man leicht, Orientierungspunkt sind die Hochhäuser des Roßdorfes. Diese beschriebenen Aussichtspunkte setzen allerdings Fußmärsche oder Radtouren voraus, weil man sie nicht direkt mit dem Auto anfahren darf. Eine Ausnahme macht der Hohe Neuffen, der bewirtschaftet ist. Die Betreiber des Restaurants bieten gehbehinderten Gästen nach Anmeldung die Shuttlefahrt vom Parkplatz mit einem Allrad-Bus an.

Der klassischste nahe Aussichtspunkt auf Nürtingen ist von der Oberensinger Höhe aus (siehe auch spezielle NTour). Die Oberensinger Höhe liegt zwischen Oberensingen und Wolfschlugen, dort steht auch die Villa Domnick, die ausgeschildert ist. Neben der Villa sind Parkplätze, wenn man also gehbehindert ist oder gerne werden will, kann man den Aussichtspunkt von dort aus sehr gut mit dem PKW und einigen Metern zu Fuß auf einem Teerweg erreichen. Verfehlen kann man die Stelle nicht, dort steht ein großer Baum mit einem Bänkle. Dieser Baum ist in den meisten Karten als Naturdenkmal eingezeichnet. Ist vielleicht auch ein netter Tipp, wenn man gereizt ist, sich dort mal hinzusetzen und in aller Ruhe ein Butterbrot zu essen.

Fast noch schöner wäre der Blick auf die Nürtinger Schokoladenseite, die Stadtkirchensiluette, vom Galgenberg aus. Dort versperren leider noch schönere Bäume die Sicht. Nur, wer auf der Höhe in  Richtung Oberensingen geht, kann einen offenen Blick erhaschen. Wer quasi entgegengesetzt, der geschotterten Verlängerung der Galgenbergstraße nach Neckarhausen entlanggeht, bekommt wegen der schönen Obstwiesen zwar auch nur wenige Lichtblicke auf die noch schönere Stadt, dafür ist aber die Aussicht auf die schwäbische Alb recht gut, jedenfalls solange das angedachte Industriegebiet "Großer Forst" nicht Realität wird. Den Zug auf der Strecke Stuttgart-Tübingen, sieht man von dieser Stelle aus wie eine Modellbahn durch das Neckartal fahren. Auch auf den Galgenberg kommt man als Gehbehinderte/r mit dem PKW sehr gut, vom Auto weg ist es noch kurz steil, man kann sich oben aber auf fast ebenen, meist geteerten Wegen bewegen.

Vom Roßdorf aus hat man als normaler FlachlandbewohnerIn nur flache Blicke auf die Stadt. Das beste Panorama liefert noch die Berliner Straße. Es sei denn natürlich, man würde im Roßdorf in einem Hochhaus wohnen, oder dort eingeladen sein. Ob man von dort aber einen guten Ausblick auf die Stadt oder in eine andere Richtung hat, hängt von der Lage der Wohnung ab.

Auch auf dem Steinenberg haben nur Menschen eine schöne Aussicht, wenn sie dort ansässig sind. Obwohl sich dort, vom Berg aus "nur" niedrig wirkende, breit ausladende Häuschen bescheiden an den Berg schmiegen, versperren sie den Blick auf die Stadt von den öffentlichen Wegen aus. Das Panorama beschränkt sich fast ausschließlich auf Grundstückseinfahrtstore eher vorsichtiger Menschen. Es empfiehlt sich also eine Hebebühne mitzunehmen, um das Städtle sehen zu können. Wenn man in dieser Wohngegend mit jemand befreundet ist, der/die in Südlage mit Blick auf die Stadt wohnt (Auswahl begrenzt), erledigt sich vielleicht dieser Artikel über Aussichten, denn man scheint die besten zu haben.

Ein weiterer Berg in Nürtingen ist der Ersberg im Südosten der Stadt. Um seine baumlose Kuppe herum gibt es einen Rundweg, die Hänge sind allerdings mit Bäumen bewachsen. Es gibt aber kleine, freigeschnittene Aussichtspunkte, viele Bänkchen, und eine Aussichtshütte mit einem schönen Blick auf die Stadt. Der Ersberg ist schon in einer separaten NTour beschrieben, als GehbehinderteR kann man ihn über die Justinius-Kerner-Straße fast direkt anfahren.

Fast ein Stiefkind bei den Nürtinger Aussichten ist der Börlenberg bei Reudern. Man könnte meinen, nur die Reuderner kennen seinen Panoramablick und behalten das Geheimnis für sich. Zum Börlenberg kommt man am einfachsten erklärt über die Radwegstrecke Nürtingen Rieth (Riethweg) nach Reudern, wo man an der Kelter rauskommt. In Reudern liegt die Kelter am Ortsrand und (noch?) nicht in der Ortsmitte.  Eventuell bessere Aussichten auf Nürtingen hat man aber auf den parallel zum Radweg verlaufenen Feldwegen auf dem Börlenberg, die aber nicht befestigt sind. Von dort aus bieten sich auch schöne Aussichten zur schwäbischen Alb hin, denn von diesem Blickwinkel aus sind die dazwischen liegenden Ansiedlungen in Tälern versteckt, so daß man meint, von Reudern aus direkt über die Baumwipfel zur Alb gelangen zu können.

Vom Säerbuckel aus sieht man wegen der Bebauung kaum großartig auf Nürtingen. Er ist, unserer Meinung nach, auch sonst nicht gerade der Brüller unter den Wandertipps, obwohl die Nürtinger Künstlerin Hildegard Ruoff, sehr bekannte Fotos vom Säer und Spaziergängen darauf gemacht hat.

Von ein bisschen weiter weg kann man von Raidwangen auf dem Berg aus auf die Stadt Nürtingen blicken, siehe Bericht NTouren. Der Aussichtspunkt ist für Gehbehinderte ohne Barrikaden zu erreichen, sofern nicht gerade ein großer Misthaufen die Sicht verstellt.

Neben den aussichtsreichen Hügeln um Nürtingen herum gibt es ja auch noch den Berg in Nürtingen selbst, den Schloßberg. Auf ihm sitzt die Nürtinger Stadtkirche wie eine Glucke. Von deren Turm aus, der gelegentlich für die Öffentlichkeit zugänglich ist (in unserem Veranstaltungskalender den Veranstaltungsort Stadtkirche St. Laurentius wählen), hat man einen schönen Rundblick auf die Stadt. Der ist absolut empfehlenswert, hier bläst einem der Wind um die Nase und unten sieht alles so klein aus wie in einer Spielzeugstadt. Diese Aussicht muß man sich aber hart erarbeiten. 189 Treppenstufen verschiedener Arten führen in 36 Meter Höhe. Oben im Turm ist eine ehemalige, winzige 2-Zimmer-Wohnung zu besichtigen, die kein Klo hat, das war schon immer unten. Von dieser Wohnung aus kommt man durch ein kleines Türchen auf den ringsum laufenden Balkon, der etwa einen halben Meter breit ist. Das steinerne Geländer vermittelt Sicherheit. Für Gehbehinderte ist dieser Trip nicht zu empfehlen.

Die Kirchturmspitze ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Noch höher hinauf in Richtung Himmel kommt man bei einen Flug über Nürtingen. Dieser ist auch für Gehbehinderte geeignet. Von einem solchen Flug hat uns ein Besucher aus der Dominkanischen Republik  das unten stehende Foto geschickt und zur Verfügung gestellt.


 

 


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