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Zum Ulrichstein nach Hardt
 

Ein toller und längerer Spaziergang ist es vom Galgenberg zum Ulrichstein nach Hardt und zurück zu laufen. Der Großteil der Strecke führt durch Wald, Feld und den Galgenbergpark.

Wir starten an der Stadtbrücke unten am Galgenberg, den wir zur Hälfte hinauflaufen um dann rechts in den Weg auf halber Höhe abzubiegen. Quer zum Berg kommen wir hinter dem Freibad vorbei, das wir über den Zaun prima sehen können. Bald kommen wir in Oberensingen an und biegen dort nach links, bergauf, in die Friedrich-Glück-Straße ab. An ihrem Ende sehen wir komische Steinmauern, die Villa Rustica, Reste eines römischen Gutshofes, der freigelegt wurde.

Am Gutshof gehen wir links vorbei, und gehen danach rechts weg, der Weg führt durch Baumwiesen, bergab. Vor den Häusern der Mühlgasse biegen wir nach links in einen geschotterten Weg zwischen Wiesen und Baumwiesen. Hier muß man einmal aufpassen und einem kleinen Wanderwegschild nach links folgen, denn der Weg geradeaus wird zur Sackgasse. Es geht in den Wald, den sogenannten Bauernwald, hinein. Bald zeigt sich eine Tafel, die über diesen informiert. Dort steht auch, dass der Hang aus Knollenmergel besteht, der bei eindringendem Wasser abrutschen kann. Und tatsächlich, wenig weiter hört unser geschotterter Fahrweg auf und wird zu einem holprigen Trampelpfad. 2002 ist der Weg bei einem großen Hangrutsch weggerissen worden. Einige Bäume stehen seither ganz schief herum. Über den provisorischen Fußweg muß man ein bischen kraxeln, mit Kinderwagen oder Rolly wäre das nicht so ideal.

Kurz, nachdem die Engstelle passiert ist, kommt ein Bänkchen, an dem ein Weg bergab geht. Der würde uns zwar auch zum Ziel führen, aber der nächste Weg rechts ist besser zu laufen. Der ist auch der ausgeschilderte Wanderweg nach Hardt und auch Jakobsweg! Unten im Tal überqueren wir das Flüsschen Aich über eine kleine Holzbrücke, die lt. Bürgermeisteramt höchstens 5 Personen trägt, was irgendwie verunsichert. Die Brücke ist mit Drehkreuzen gegen Kinderwägen und Fahrräder gesichert. Nach der Brücke überqueren wir vorsichtig die Straße zwischen Grötzingen und Oberensingen und gehen gleich tapfer bergauf, bis oben ein breiter Weg nach links abbiegt. Ihm folgen wir, er wird immer schmaler und führt uns schließlich zum Ulrichstein.

Der Sage nach hat hier 1519 der Pfeiffer von Hardt den Herzog Ulrich von Württemberg versteckt. Dieser hatte wegen dauernder Steuererhöhungen die Bevölkerung gegen sich aufgebracht. Der Aufstand wurde zwar niedergeschlagen, aber nachdem er auch noch den Ritter Hans von Hutten ermordete und die freie Reichsstadt Reutlingen überfiel, war das Fass übergelaufen und er wurde vom Schwäbischen Bund vertrieben.  Wie auch heute noch bei vielen Politikern gelang ihm später ein comeback.

Auch der Ulrichstein sitzt auf Knollenmergel und ist vor einigen Jahren abgerutscht. Er wurde vergeblich abgesperrt, es wurde ein Schild angebracht, das das Betreten untersagt, dafür fehlt ein Hinweisschild, dass dies der Ulrichstein ist.

Wir gehen den Weg weiter, halten uns bergab und kommen bald auf einen Wanderparkplatz an der Straße, die wir vorher überquert haben. Das tun wir hier auch wieder und gehen auf dem Fuß- und Radweg zum Aichbrückle zurück, das wir wieder überqueren. Wir gehen den Weg wieder bergauf, bis zu dem geschotterten Fahrweg, im Bauernwald, von dem wir vorher zum Brückle abgebogen sind. Den überqueren wir jetzt, um geradewegs auf einem halbbefestigten Weg den Berg hochzuschnaufen, bis wir oben an den Feldern auf dem Galgenberg ankommen. Hier gehts erstmal geradeaus weiter und wir sehen ein tolles Panorama, die blaue Mauer der Schwäbischen Alb, mit dem Hohen Neuffen und der Teck. Die Wege hier oben sind netzförmig, welchen man jetzt zum Ausgangspunkt am Galgenberg zurückgeht, ist egal, man muß sich in Richtung vorwärts/links halten.

Wenn man durch den Galgenbergpark hinuntergeht, sollte man sich die Bäume gut anschauen, den der Park wurde als Baumartensammlung, also als Arboretum angelegt.

Schnellinfo:
Gehzeit ca. 2,5 Stunden, ein steiler Anstieg, nicht für Kinderwagen geeignet, schlecht, beziehungsweise gar nicht ausgeschildert. Gängiges Kartenmaterial versagt meist in der Ecke um den Ulrichstein.

 


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