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Jubiläumsweg des Albvereins in Neckarhausen - zum Wildrosenlehrpfad
 

Die Ortsgruppe Neckarhausen des schwäbischen Albvereins wurde 1889 gegründet. Zum 100 jährigen Jubiläum wurde ein Jubiläumsweg eingerichtet. Er besteht aus einer unförmigen Acht, die beim Wanderheim in der Böllatstraße 53 in Neckarhausen beginnt. Vor dem Gebäude ist eine Tafel aufgestellt, auf die der Rundweg aufgemalt ist. Wir beschreiben hier nur die kleinere Schleife, die unter anderem am Wildrosenlehrpfad vorbei führt. Die große Schleife wird in einem eigenen Beitrag beschrieben. Während die große Schleife fast durchgängig beschildert ist, ist die Beschilderung der Wegstrecke auf der kleinen Schleife etwas spärlicher. Dafür gibt es auf dem Weg viele andere interessante Schilder. Aber der Weg ist nicht schwer zu finden, wenn man die Übersichtskarte im Kopf hat.

Vor dem Wanderheim wird das obligatorische Rucksäckle geschultert und los gehts, aufi auf den Berg. Nach etwa 200 anstrengenden Metern erreichen wir auf der Hochebene eine Kreuzung, an der ein großer Baum steht, der von einem Bänkchen umrundet ist. Nach einer ersten Rast, bei der wir auch den Ausblick auf die Alb genießen, gehen wir weiter. Wir müssen uns links halten, Markierungen hat STATTzeitung zwar nicht gefunden, aber das war auf dem Übersichtsschild klar eingezeichnet. Jetzt geht es auf der Ebene immer geradeaus weiter, der Weg ist geschottert, aber recht schmutzig. An einer eingezäunten Obstplantage hängt das Jakobsweg-Zeichen - wir wandern auf dem berühmten Pilgerweg!

Nach einer gefühlten Ewigkeit in unserer schnellebigen Zeit erreichen wir den Wildrosenlehrpfad. Entlang des Weges gibt es hier etliche Wildrosensträucher, die liebevoll beschildert sind. Wir finden die Lederrose, die Apfelrose, die Mairose oder auch die Alpenheckenrose, nur um Beispiele zu nennen.

Doch es gibt noch mehr zu sehen. Hinter der Rosenhecke befindet sich eine landwirtschaftliche Schaufläche und ein Wildkräutergarten ! Neben Hafer, Emmer und Dinkel wachsen Blutwurz, Schafgarbe und Ackerwildkräuter beispielsweise. Wow! Für Insekten und Eidechsen ist ein Trockenmäuerchen angelegt. Alles ist gepflegt und beschildert.

Wer noch mehr botanischen Input braucht, findet ihn auf dem selben Gelände: einen Lehrpfad alter Wildobstarten! Bäume wie Mehlbeere und Speierling haben ihre Namensschildchen umhängen wie Babys ihre Sabberlätzchen und scheinen es zu genießen, bestaunt zu werden. Sogar ein Hotel für Wildbienen gibt es. Diese Wanderung bietet wirklich viel Interessantes zum anschauen!

Nachdem alles ausgiebig bewundert ist, machen wir uns auf den Rückweg. Die Kreuzung an der - ebenfalls beschilderten - Friedenseiche überqueren wir bergab. Wir befinden uns auf einer Biotopverbundbrücke. Links im Gebüsch hört STATTzeitung mehrstimmiges tiefes Atmen und leichtes Schnarchen. Sie schaut aber nicht nach, ob es Wildschweine oder WASDENNSONST??? sind, sondern nimmt die Beine in die Hand und schwenkt an der nächsten Kreuzung nach links. Damit verlässt sie den Jakobsweg.

An der Hangkante entlang geht es schier romantisch zurück nach Neckarhausen, zwischen Obstwiesen und Hecken schwingt sich der Weg lieblich. STATTzeitung wähnt alle Highlights der Wanderung schon hinter sich, wird aber gleich eines Besseren belehrt. Links am Weg erscheint eine Art Hütte. Hierzu eine Anmerkung (link) einer Leserin. Ein gemauertes Tonnengewölbe, vorne offen, mit einer Tonne als Tisch drin, einem Bänkchen, frischen Blumen, Büchern, frischen Bonbons, Kerzen und Schreibutensilien. STATTzeitung muss sich setzen und die Kinnlade wieder hochklappen.

Alles ist sauber und gepflegt, als wäre man in einem fremden Wohnzimmer, und die Bewohner seien nur kurz an die frische Luft gegangen. Auf dem Tisch liegt ein netter Brief in Folie gepackt, leider kann man nicht mehr alles lesen. Spannend, das Ganze. Gedacht ist dieser besondere Ort sicher, um Menschen eine Freude zu bereiten und Ihnen eine Pause zu gönnen, es ist ein Ort zum Wohlfühlen. Sehr viele Menschen müssen hier vorbeikommen, es liegen überquellende Gästebücher aus. Wow. Schön. Nett. Genieß. Einfach super.

Jetzt müsst ihr euch aber festhalten, denn neben der Hütte ist noch was Tolles: ein kleiner Weinberg! Gefühlt hat er die Maße von 3 auf 2 Metern, aber ansonsten scheint er völlig intakt und auch biologisch bewirtschaftet, denn es krabbelt allerlei Getier auf dem Boden und den angelegten Trockenmauern.

STATTzeitung geht, von den Erlebnissen fast schon erschlagen, weiter Richtung Neckarhausen. Der Weg wird zum Wiesenweg und schlängelt sich weiter am Hang entlang. Wieder steht ein Baum mit einem Schild am Hals, diesmal ist es eine Birke, und an ihrem Stamm steht "Hirschbrunnen". Dahinter pflätschert Wasser aus einem Brünnchen, dreimal dürft ihr raten, wer den gefasst hat? Der Albverein! Ist natürlich wieder beschildert.

Nach einer Inspektion geht es nun endgültig weiter nach Neckarhausen. Unser Wiesenweg teilt sich, aber hier fehlt ein wegweisendes Schild. Es sei verraten: es geht rechts weiter. Im nächsten Gebüsch findet sich der Wegweiser, der zeigt, dass wir richtig sind. Kurze Zeit später beginnt die Ortschaft Neckarhausen, dort müssen wir sofort nach links in die Florianstraße einbiegen. Hier findet sich ein Schild an einem Lichtmast. Am Ende der Florianstraße kommen wir zum Albvereinshaus zurück.

Info:
Die Strecke ist etwa 3592,26 Meter lang. Man muss dafür etwa eine Stunde reine Gehzeit einkalkulieren. Der Weg ist meist geschottert oder gar nicht befestigt. Selbst bei gutem Wetter kann man schmutzig werden, weil manche Felder auf der Höhe bewässert werden. Steigungen sind eher gering. Für Rollstuhl und Kinderwagen sind Abschnitte des Weges nicht gut geeignet.

 


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