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Geschichtliche Stadtführung in Nürtingen
 

Die Stadt Nürtingen bietet sonntags geschichtliche Stadtführungen an. STATTzeitung hat eine Tour mitgemacht. Obwohl das Wetter nass und kalt war, wurde die Veranstaltung kein „Kalter“, denn sie war unglaublich interessant und kurzweilig und kann somit wärmstens empfohlen werden.

Startpunkt der Führungen ist immer das Nürtinger Stadtmuseum. Dort ist im Erdgeschoss ein saugutes Tonmodell der Stadt ausgestellt, das sie zur Zeit der Renaissance zeigt. Hergestellt hat es der Nürtinger Kunstlehrer und Künstler Otto Zondler (1900 – 2002) in einer Projektarbeit mit Schülern der Nürtinger Aufbauschule. Es bietet sich als Einstieg für eine Stadtführung geradezu an. Man kann sehr schön sehen, wie Nürtingen in der damaligen Zeit ausgesehen hat,  interessant ist es zu entdecken, welche Häuser heute noch bestehen. Die Kreuzkirche zum Beispiel stand ursprünglich außerhalb der Stadtmauern. Am Modell wurde der Weg der Stadtbegehung grob festgelegt, wobei Wünsche Einfluß nehmen konnten.

Der Weg nach draußen wurde also unvermeidlich, denn dort regnete es und leider war es auch nicht warm. Die Schirme wurden aufgeklappt, die Kragen hochgezogen und los ging die Reise per pedes. Haltepunkte waren beispielsweise die Alleenstraße, wo man heute noch erkennen kann, wie früher die Stadtmauer verlief, der Salemer Hof, das Überbleibsel vom Nürtinger Schloss, dann das Hölderlinhaus und die „alte Schmiede“. Zu allen Gebäuden wußte unser „Guide“ interessantes zu berichten.

Rettung vor dem Regen bot der Blockturm, in dessen Inneren wir schauerliche Geschichten hörten, zum Beispiel, dass man schon in den Turm gesperrt werden konnte, wenn man nur „chillte“, was früher im pietistischen Nürtingen nicht erlaubt war. Details über die Qualität des dortigen Aufenthaltes ließ uns beklommen in die Runde blicken. Die Zeit ging vorbei wie im Fluge, sodass wir die Otto-Zondler-Ausstellung, ein Stockwerk höher im Turm, auslassen mussten, was schlau war, denn die ist sowieso eine eigene Führung wert.

Draußen hatte es inzwischen zu regnen aufgehört. Wir schlenderten zum Rathaus, in dessen Erdgeschoss früher Markt abgehalten wurde, betrachteten die Fassaden in der Marktstraße, und ließen uns die Geschichte des großen Stadtbrandes von 1750 an Ort und Stelle quasi hautnah schildern. An der Lateinschule vorbei, an der Friedrich Hölderlin Schüler war, ging es weiter zur Stadtkirche, und dort hinauf 189 Stufen auf den Kirchturm. Die Zahl der Stufen führt übrigens immer wieder zu Verwechslungen. Früher waren es 198, aber 1966 wurden sie auf 189 Stufen reduziert. Es sind immer noch viele. Oben angekommen wurden wir belohnt, denn Regen und Wind hatten die Luft reingewaschen und sorgten für einen glasklaren Rundblick auf Nürtingen.

Die Stadtführungen in Nürtingen finden von April bis September jeden Sonntag, Oktober bis März jeden 1. Sonntag im Monat statt. Sie beginnen immer um 11.00 Uhr am Stadtmuseum, Wörthstraße 1, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Erwachsene zahlen 4,00 Euro, Kinder ab 10 Jahren, Schüler und Studenten 2,50 Euro, Familien 7,60 Euro, Kinder unter 10 Jahren sind frei. Für Gruppen gibt es Termine auf Anfrage.

Es gibt auch thematische Sonderführungen, etwa literarische Stadtführungen vor allem zu Hölderlin oder Mörike, Spaziergänge mit Schwerpunkt "Criminalrechtspflege in alten Zeiten", Führungen am Abend, Führungen auf den Spuren der Beginen, Stadtführungen mit Weinprobe oder Rundgänge durch die Römervilla in Oberensingen.

Weitere Infos bei der Stadt Nürtingen.


 


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