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Einmal Neuffen und zurück
  Seit über hundert Jahren pendelt das Tälesbähnle zwischen Nürtingen und Neuffen. Ein guter Grund einmal mit ihm aus Nürtingen rauszufahren und das Städtchen Neuffen am Fuße der Burgruine Hohen Neuffen zu besuchen. Auf Schusters Rappen geht es durch viel Wald zurück in die Hölderlinstadt. Die Wanderkarte verlockt zu dieser Strecke und zeigt sie als gut markiert.

Nürtingen-Neuffen per Express
Wir starten am Bahnhof Nürtingen, Gleis drei . Das Tälesbähnle katapultiert uns in zwölf Minuten nach Neuffen. Man weiß gar nicht, zu welcher Seite vom Zug man rausschauen soll, die ungewohnten Ausblicke sausen viel zu schnell vorbei und wir springen von Fenster zu Fenster. Für uns als verwurzelte Nürtinger ist das alles neu, die Pendler aus dem Täle schauen uns entgeistert an.

Endstation Neuffen
In Neuffen ist Endstation, hier heißt es aussteigen. Wer mag, kann sich das sehenswerte Städtchen am Fuße des Hohen Neuffen anschauen. Die Wanderung zurück nach Nürtingen wird sowieso ein Kinderspiel, sagt die Karte. Sie lockt uns auf markierten Wanderwegen durch viel Wald über Tischardt nach Nürtingen zurück. Es ist nicht die direkteste Verbindung, aber eine attraktive.

Raus aus Neuffen
Direkt am Bahnhof nutzen wir die ruhige Straße hinter dem Bahnhofsgebäude um zum neuen Kreisverkehr am Ortseingang (nicht der in der Ortsmitte) zu kommen. Dort überqueren wir die Hauptstraße in Richtung Feuerwehr, bleiben aber geradeaus und gehen auf der Auchtertstraße in das Neubaugebiet. An der ersten Kreuzung finden wir die blaue Raute, das ist die Markierung für unseren Wanderweg nach Tischardt. Das war's dann aber schon, wenig später suchen wir die Raute vergeblich. Wir bleiben einfach immer auf der Auchtertstraße bis zum Ortsende, dort ist wieder eine Markierung zu finden. Weiter geht es, durch Obstwiesen, zu einer Abzweigung. Es geht nach rechts weiter, die blaue Raute hält im Graben wacker den Kopf zwischen den Wildkräutern empor, vielleicht gelingt ihr das nicht immer. An einer Schutzhütte ginge es rechts nach Linsenhofen, wer Muffensausen bekommt, kann die Ortschaft ansteuern und vom dortigen Bahnhof aus wieder mit dem Bähnle nach Nürtingen zurückfahren.

Im Weinschnait
Wir gehen aber nach links in ein Wäldchen, dem „Weinschnait“, das zwischen Linsenhofen, Tischardt und Kohlberg liegt. An einer Abzweigung lockt der Schotterweg zum geradeaus weitergehen, die blaue Raute zeigt aber eindeutig (mit Pfeil!) nach rechts auf einen Weg, der nicht so einladend wirkt. Bald wird Gestein unter den Schuhen Mangelware und der Weg wird zu einem matschigen Pfad, dessen einzige Pflege die fleißige Kennzeichnung durch die blaue Raute ist. Tipp: Bleibt lieber auf dem lockenden Schotterweg geradeaus, ignoriert den Pfeil, und nehmt den nächsten bequemen Weg nach rechts, dort trefft ihr eh wieder auf die blaue Raute. Die führt nun nach links auf einen, nun besser befestigten, Trampelpfad, den man gehen kann. Wenn am Waldrand die Dächer von Tischardt zu sehen sind, haben wir unser nächstes Ziel vor Augen.

Tischardt
Aus dem Weinschnait hinaus führt der Weg noch eine Weile am Waldrand entlang, bis er in einen Wiesenweg übergeht, markiert durch die blaue Raute. Rechts lockt ein Teerweg bergab nach Tischardt. Wir folgen aber der Markierung ins Grüne und wieder gibt es nasse Füße. Doch diesmal hört der Weg tatsächlich auf und wir drehen um, bevor wir endgültig versumpfen. Der Teerweg bringt uns gemütlich zum Ortsschild von Tischardt. In Richtung Ortsmitte bitte langsam gehen, da steht ein Blitzer. Nach ihm biegen wir zweimal rechts ab und dann nach links, in die Straße „Im Öschle“. Sie führt steil bergauf in den nächsten Wald, dem Kirchert.

Im Kirchert
Im Kirchert findet sich geradeaus wieder ein Wegzeichen, ein blaues Dreieck. Die blaue Raute war ja ein bisher eher ein Kalter, jetzt hoffen wir, dass das Dreieck souveräner den Weg weisen kann. Mit dem Zeichen wechseln wir aber auch die Richtung. (Rauten auf den Albvereinswegen bedeuten Querwege von Ost nach West oder umgekehrt, Dreiecke symbolisieren Wegbeziehungen nach Süd/Nord). Wir gehen nun nach Norden, nach Nürtingen. Im Kirchert findet man sich, bei dieser Wanderung zumindest, gut zurecht, denn es geht gefühlte zwei Kilometer bequem immer geradeaus auf Nürtingen zu. Wenn man auf diesem Weg bleiben würde, käme man über das Enzenhardt und den Lerchenberg geradewegs nach Nürtingen. Das ist eine gute Möglichkeit, auf den Höhen der Felder hat man schöne Ausblicke.

Eine Kurve zum Waldsee
Wir gehen aber über das Humpfental beim Roßdorf zurück, damit wir noch länger im Wald bleiben können. Deshalb biegen wir noch im Wald nach rechts mit dem blauen Dreieck zum Waldsee beim Rossdorf ab. In ihm gibt es unter anderem Seerosen, Libellen, und ausgesetzte Wasserschildkröten. Leider ist das Wasser nicht besonders sauber.

Der ehemalige Auffüllplatz beim Rossdorf
Kurz nach dem trüben Tümpel biegen wir in den nächsten breiten Weg nach links ab und verlassen den markierten Wanderweg. Das hügelige Niemandsland auf der linken Seite, das aussieht wie eine Wildkräuter-Monokultur, ist ein ehemaliger Auffüllplatz. Das heißt, hier war früher eine Senke, dann kamen viele Lastwagen, haben abgeladen, und jetzt ist da ein Hügel. Die Anlage hat heute kleine Spazierwege auf ihrer Oberfläche und eine Grillstelle oder gar zwei. Rechts grenzt das Rossdorf mit Reihenhäusern an.

Entlang der Kleingartenanlage
Der nächste Teerweg nach links führt uns zu einer Kleingartenanlage, an der wir rechts, zwischen Wald und Gärten auf einem geschotterten Fahrweg vorbeigehen. Wenn wieder Felder zu sehen sind geht es nach rechts, in den Wald hinein. Kurz und steil führt uns ein Weg in das Humpfental. Den namensgebenden Humpfenbach überqueren wir über eine Brücke, biegen nach links ab und folgen dem Bach. Nach ein paar hundert Metern führt wieder eine Brücke über das Wasser, über sie erreichen wir die Humpfentalstraße, die uns weiter nach Nürtingen bringt.


KURZINFOS ZUR BESCHRIEBENEN TOUR:
Reine Gehzeit, stramm gelaufen, etwa 2,75 Stunden, inclusive den Irrwegen, die euch erspart bleiben. Tendenziell geht es auf dieser Route zwar immer bergab, es gibt aber auch Höhen und Tiefen, teilweise wird es auch steil.
Die Fahrt von Nürtingen nach Neuffen kostet im VVS, Stand Sommer 2014, pro Fahrt und Nase 2,70 Euro.
Einkehrmöglichkeiten gibt es direkt am Weg keine, mit Umwegen finden sich welche in sämtlichen Ortschaften auf der Strecke. Wir empfehlen ein Vesper und Getränke sowie eine Wanderkarte mitzunehmen.
Kartenempfehlung: Reutlingen/Bad Urach, Wanderkarte Nr. 19 des schwäbischen Albvereins, 1:35 000

1001 VARIANTEN:
Tausend Wege führen nach Rom und bestimmt genauso viele Möglichkeiten gibt es auch um von Neuffen zurück nach Nürtingen zu kommen, zum Beispiel:

Direkt durchs Täle nach Nürtingen
Der direkteste Weg von Neuffen nach Nürtingen führt über Linsenhofen und Frickenhausen, durch das sogenannte Neuffener Täle, wo der Weg stetig leicht bergab geht. Zwischen Neuffen und Linsenhofen verläuft der Fuß- und Radweg entlang der Hauptstraße, das ist nicht so der Brüller. Erst ab Linsenhofen geht es abseits des Hauptverkehrs auf angenehme Weise nach Nürtingen.

Bahnhof-Hopping
Deshalb könnte man aus dem Bähnle schon in Linsenhofen aussteigen und entlang der Steinach, auf dem Geh- und Radweg zurückgehen. Beziehungsweise von Neuffen mit dem Zug nach Linsenhofen zurückfahren und von dort aus laufen. Wer nicht trainiert ist, steigt in Frickenhausen aus. Oder man fährt gar komplett mit dem Zug zurück, auch das ist ein schöner Ausflug.

Über das Tiefenbachtal zurück
Eine andere Möglichkeit ist es, über Balzholz/Beuren und das Tiefenbachtal oder über die Vorhalde zurück zu gehen. Das ist eine sehr schöne Möglichkeit, der Weg ist aber noch länger als der über den Kirchert.

Mit dem Rad
Man kann die Touren auch mit dem Rad machen, das darf man im Tälesbähnle fast immer mitnehmen (Beförderungshinweise beachten).


 


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