Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Foto der Woche
EssBar
LesBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel

  Über uns


 

  NTouren
 
Der Auwald in Zizishausen
  In Zizishausen gibt es nahe der Ortsmitte einen Auwald, also einen Wald, der bei Hochwasser überschwemmt wird. Die meiste Zeit des Jahres kann man darin spazieren gehen, es führen gepflegte Wege hindurch.

Zizishausen ist ein kleiner Teilort von Nürtingen. Noch kleiner ist der Auwald in der Ortsmitte. Man kann sich in seiner Wildnis nicht monatelang verlaufen, denn in grob zehn Minuten hat man einmal die Runde gedreht. Allerdings nur wenn man fleißig schuht und nicht stehenbleibt, guckt, hört, staunt und entdeckt. Denn das kann man stundenlang machen in diesem Kleinod, das als Naturdenkmal ausgewiesen ist.

Auwälder gab es früher überall entlang der Flüsse. Sie sind die ursprüngliche natürliche Vegetationsform. Dann kam der Mensch, er besiedelte, nahm ein, ordnete, und nun sind Auwälder in Europa fast verschwunden. Leider. Denn sie sind wichtige Ausweichflächen für Hochwasser und bieten Lebensraum für Pflanzen und Tiere, die im Kulturraum Mensch kaum noch Platz finden.

Der kleine Zizishäuser Auwald konnte bis heute gerettet werden. Obwohl er sich mitten im Ort befindet, wird er wenig wahrgenommen, das Alltagsleben der Menschen rauscht an ihm vorbei. Beliebt ist er bei Joggern, Hundebeisitzern und Spaziergängern. Auch Mittagspäusler besuchen ihn und vespern gern auf den dortigen Holzbänken.

So findet man den Auwald: Er liegt direkt am Neckar zwischen Bushaltestelle Inselbad und dem Industriegebiet Zizishausen. Ein Zugang befindet sich gleich bei der Zizishäuser Neckarbrücke, zwei weitere im Industriegebiet. Man erreicht den Auwald aus Nürtingen gut mit dem Fahrrad über den Neckarradweg.

Baumarten wie Erlen, Eschen, Ahorne, Trauben- oder Vogelkirschen gibt es hier, und sind einfach zu finden, denn viele Bäume halten gleich den Ausweis parat, sie sind nämlich beschildert. Der Ortsvorsteher Siegfried Hauber und der langjährige Albvereins-Naturschutzwart Walter Wahl haben etliche Infotafeln, auch Übersichtstafeln angebracht. Anhand des Pflanzenbestandes kann man erkennen, dass es sich um eine Hartholz-Aue handelt, also einen Auwald der nicht mehrmals im Jahr bei hohem Wasserstand, sondern nur alle paar Jahre bei starkem Hochwasser überschwemmt wird.

Inmitten der kleinen Wildnis liegt ein stiller Tümpel. Er ist schön anzuschauen, aber auch das Sorgenkind des Auwaldes. Weil er nur selten bei Hochwasser eine Wasserzufuhr hat, und viel Laub hinein fällt, ist er nicht besonders frisch. Zudem verlandet er mit der Zeit.

Außer den Bäumen gibt es auch andere Pflanzen, wilder Hopfen, Sträucher, „Bodenpersonal“ wie Bärlauch, Giersch oder Brennessel, je nach Saison. Zu jeder Jahreszeit bietet sich ein anderes Bild, und immer gibt es etwas zu entdecken. Im Sommer ist es im Auwald immer etwas kühler und angenehmer ist als drumherum. Im Winter sind die Bäume zwar kahl, doch hat man freien Blick auf die üppige Vogelwelt! Bei den Piepmätzen geht es im Auwald zu wie „in Stuttgart auf dem Bahnhof“ beziehungsweise auf dem Flughafen. Sie scheinen weder Verkehrsregeln noch Lärmschutz zu kennen, die Spechte hämmern im Duett. Also nichts wie hin zum Vogelkonzert, der Eintritt ist frei.


Einkehrmöglichkeiten:
Achies, die Gaststätte auf der Insel
Schnakenwirt
Gasthof Linde

Möchten Sie diesen Artikel kommentieren? Unser Forum ist frei zugänglich und bietet die Möglichkeit zum Meinungsaustausch.

 


Anzeigen



Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung