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In Reudern über die Grenzen hinausgehen
  Zugegeben, diese Wanderung führt über die Gemarkungsgrenzen von Nürtingen hinaus. Aber auch das Nürtinger Ausland hat seinen Reiz, zumal man von dort aus schöne Ausblicke hat, zum Beispiel auf den Tachenhäuser Hof, der Nürtingen gehört.

Wanderung durch die Tachenhäuser Äcker und den Wald Sterrich.

Man muss auch mal die Seitenwege einschlagen um Neues zu sehen, oder Bekanntes von einer anderen Seite. Die meisten Autos rasen mit Tempo 30 auf dem Weg von Nürtingen nach Kirchheim oder umgekehrt durch Reudern durch und niemand schaut nach rechts und links. Dabei gäbe es dort so viel zu entdecken. Die STATTzeitung ist in Reudern ausgestiegen.

Wir starten von der Bushaltestelle Reudern-Mitte (Linie 166/B 297), gehen ein paar Schritte in Richtung Nürtingen und biegen dann nach rechts auf den Gehweg an der K 1200 nach Oberboihingen ab. Nach dem Ortsschild von Reudern haben wir einen schönen Blick über das Linsenried auf den Säer und dahinter auf die Höhenzüge des Neckar- und des Aichtales. Am Ende des Industriegebietes Breitäcker führt ein geschotterter Weg nach rechts bergauf in Richtung Wald, man kann ihn nicht verfehlen. Hier verlassen wir schon das Nürtinger Territorium.

Auf einer Anhöhe vor dem Wald hat man wieder schöne Aussichten, sowohl auf die Schwäbische Alb, als auch in Richtung Stuttgart. Es hat etwas Erhabenes hier oben zu stehen. Gleich am Waldrand steht eines der wenigen Bänke auf unserem Weg. Wir gehen am Waldrand weiter den Weg entlang nach Norden, bis ein Bolzplatz kommt. Nach ihm biegen wir nach links auf einen geschotterten Fahrweg und folgen ihm bis zum Oberboihinger Friedhof. Dort biegen wir nach rechts ab, der Weg ist nun geteert.

Es geht bergab, aber nicht mit uns, denn wir haben jetzt einen sagenhaften Blick auf den Tachenhäuser Hof, einem großen Einzelgehöft, das bei Oberboihingen auf einem Berg thront, inmitten einer Landschaft, die wirkt, wie eine Schnitte aus dem Urlaub, sei es aus Südfrankreich, Kalifornien oder der Toscana. Der Hammer ist, der Hof gehört der Stadt Nürtingen, also UNS! Unsere traumhaft schönen Ländereien betrachtend, schreiten wir auf dem Teerweg durch die "Tachenhäuser Äcker" hinab ins Tal und freuen uns wie Schneekönige. Sowieso weil: Der Hof ist an die Fachhochschule Nürtingen verpachtet, die kam vor einigen Jahren wegen Versuchsfeldern mit Genmanipulationen GENAU HIER in die Schlagzeilen, auch bei der STATTzeitung. Damals hatten Gegner auf den Feldern ein Camp aufgebaut und mit friedlichen Mitteln erreicht, dass die Versuche abgebrochen wurden.

Auf der Talsohle angekommen gäbe es einen Schleichweg über den Talbach zum Tachenhäuser Hof hinauf, wo es einen öffentlich begehbaren Garten (Tipp: NTour) gibt. Wir wenden uns in dieser Beschreibung aber nach rechts, auf den Radweg in Richtung Donzdorfer Tal/Bürgerseen.

Im Tal lässt es sich angenehm wandern, sofern die Sonne nicht runterbrutzelt. Unsere Lauscher hören Rinder muhen, Vögel zwitschern, Bienen summen und Rabenkrähen streiten. Auch der Blick ins Donzdorfer Tal ist schön. Wir unterschreiten eine Hochspannungsleitung und folgen dem Radweg nach Dettingen/Bürgerseen in den Wald, dem "Sterrich" hinein. Die Bäume sind hier eher niedrig, dafür ist das Unterholz hoch, es sieht hier etwas zerpflückt aus. In dem Gestrüpp kämpft sich von links ein kleiner Pfad auf unsere Route, es ist der Jakobsweg, dessen Pilger auf unserem Luxusweg wieder durchatmen und sich die Kletten aus den Klamotten zupfen können. Der Jakobsweg begleitet uns eine Zeitlang.

Es geht bergauf, der Radweg verlässt uns, er zweigt nach links zu den Bürgerseen ab, wir bleiben bergauf/geradeaus. Kurze Zeit später verabschiedet sich auch der Jakobsweg wieder in den Djungel, wir bleiben auf dem breiten, angenehmen Weg. Der geht allerdings bergauf, man braucht etwas Puste. Die Bäume werden immer höher, der Weg macht eine Kurve, danach wird es wieder eben. Links taucht ein Birkenwäldchen auf und überall sieht man hier das eingewanderte Springkraut. Wir springen zum Waldrand, erreichen den Bolzplatz und gehen nach Reudern zurück.

Kurzbeschreibung:
Wanderung durch Feld und Wald. Normale Gehzeit etwa 1,5 Stunden, meist auf breiten Schotterwegen, teilweise mit Steigungen. Abkürzungen (meist Wiesenwege) sind möglich. Die Tour ist auch mit dem Fahrrad machbar. Für Kinderwagen und Rollis wird die Steigung im Wald auf dem Schotter nicht lustig sein.

Anmerkung:
Der Bus nach Reudern fährt am Wochenende nicht oft!

Einkehrmöglichkeiten:
Linde Reudern
Dorfkrug Reudern, wochentags erst ab 17.00 Uhr geöffnet

 


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