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Bärlauch
 

Eines der ersten Gesundheitskräuter im Frühjahr ist der Bärlauch mit seinen knoblauchartig duftenden Blättern.

Im April ist allerhöchste Bärlauchzeit, also auf in den Wald und eine Handvoll davon holen. Man findet den Bärlauch im Frühjahr an schattigen, feuchten Stellen in Laubwäldern, also in der Nähe von Bachläufen. Er bildet meist ausgedehnte Teppiche. Verwendet werden können Blätter vor der Blüte und anschließend auch die Blüte selbst.

Aber Vorsicht!
Bärlauch kann mit den tödlich giftigen Maiglöckchenblätter verwechselt werden, ein einziges falsches Blatt ist schon zu viel. Doch werden Kräuter sowieso auch nicht massenweise abgeerntet, sondern Blatt für Blatt genommen, wobei gerade beim Bärlauch bei jedem Blatt auf den knoblauchartigen Geruch geachtet wird, den haben Maiglöckchenblätter nicht. Bärlauchblätter gibt es inzwischen auch oft im Gemüsehandel zu kaufen. Wer sich beim sammeln nicht sicher ist, sollte sie lieber kaufen.

In der Wirkung ist der Bärlauch dem Knoblauch gleichzusetzen, er regt den Stoffwechsel an, entschlackt und wirkt gegen die Frühjahrsmüdigkeit. Er fördert nicht nur die Verdauung, sondern verhindert auch Arteriosklerose und senkt den Blutdruck und kann somit sogar Herzinfarkt und Schlaganfall vorbeugen. Dadurch ist der Bärlauch durchaus ein Mittel gegen die Zivilisationskrankheiten.

Bärlauch kann aber ohne Wirkungsverlust nicht getrocknet werden, also frisch verwenden oder als Pesto/Paste haltbar machen. Eingefroren in Plastik oder Tuppergeschirr verpestet der stark riechende Bärlauch die ganze Kühltruhe.

Verwendet werden die frischen Blätter als Suppenwürze, zu anderen Wildgemüsen, zu allen grünen Salaten, vor allem aber auch als Bärlauchpesto und Bärlauchkäse oder –quark.

Bärlauch-Pesto, das gut in Gläsern aufbewahrt werden kann, kann als Soße zu Nudelgerichten gereicht werden, aber auch zu Kartoffeln, vor allem zu Backkartoffeln, sowie auf Brot schmeckt es gut. Rezepte mit Bärlauch sind unter unserer Rubrik „Was kochst Du“ zu finden.

Wenn Bärlauch blüht, können die Blätter nicht mehr verwendet werden, die ganze Güte liegt dann in der Blüte. Doch auch diese sind verwendbar, nicht nur zur Dekoration.

Aus kleingeschnittenen Blättern oder den ganzen Blüten kann ein sogenannter Herzwein angesetzt werden, indem die Bärlauchteile mit einem trockenen Weißwein übergossen und 6 Wochen lang stehen gelassen werden; dann abgießen und genießen. Ein Likörglas voll pro Tag senkt nicht nur den Blutdruck, sondern tut auch Magen und Darm gut. Allerdings hält das Ansatzgefäß den Bärlauchgeruch lange in sich fest.

Auch in Schnaps können die Bärlauchblüten angesetzt werden, dann nimmt man 3 x täglich 12 Tropfen davon - wohl bekommt’s.

Eva Aschenbrenner und Maria Treben weisen auch auf die Heikraft der Bärlauchwurzel hin, die im Herbst geerntet werden kann. Mann muss sich aber im Frühjahr merken, wo man im Herbst graben muss, um die Wurzeln zu finden.

Bärlauch eignet sich auch gut zum Anbau im eigenen Garten, selbst im Rasen, er neigt bei guten Voraussetzungen allerdings stark zum wuchern.


 


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