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Die Linde und ihre Blüten
 

In alten Zeiten stand in jedem Dorf eine Linde als Mittelpunkt des Geschehens, dort traf und verliebte sich die Dorfjugend, Hochzeiten und andere Feste wurden unter Linden gefeiert. Einst wurde sogar Gericht gehalten unter ihr, vermutlich fielen die Urteile dann auch linder aus, denn Hass und Streit, Blut und Tod passen nicht zur Linde.

Über keinen andern Baum existieren so viele Volkslieder und Gedichte, was ja auf die Wichtigkeit des Baumes für das Leben der Menschen hinweist. Gewidmet war sie bei uns in heidnischen Zeiten der Liebesgöttin Freya, die auch für Ehe und Mutterschaft, sowie für Frieden stand.
Ihre Blätter der Linde sind herzförmig, also auch äußerlich ein Zeichen der Liebe und Herzlichkeit. Das Lindenholz ist weich und damit gut geeignet für Schnitzereien für den Innenraum. Wettereinflüssen hält das Holz allerdings nicht lange stand, dazu ist es zu weich.

Lindenblüten sollten, um ihre Wirkung voll zu entfalten, spätestens 3 Tage nach dem Aufblühen gesammelt werden. Der Lindenbaum sollte also von Anfang Juni an im Auge behalten werden.

Die Lindenblüten werden mitsamt Segelblatt, auch Hochblatt genannt, gesammelt und gleich im Halbschatten sanft und luftig getrocknet. Aufbewahrt werden sie dann trocken und im Dunkeln, am besten in Gläsern, denn jede Luftfeuchtigkeit kann sie zum Schimmeln bringen und damit unverwendbar machen. Länger als ein Jahr sollen die getrockneten Heilblüten nicht aufbewahrt werden, Reste werden der Natur zurück gegeben.

Als Tee angewendet werden die Lindenblüten bei Erkältungskrankheiten, am Besten sollten die Betroffenen gleich bei den ersten Zeichen der Erkrankung 1 Tasse Lindenblütentee mit Honig gesüßt trinken und sich warm verpackt ins Bett legen. Außerdem befreit der Lindenblütentee den Körper von Giftstoffen und beruhigt die Nerven. Auch bei Verdauungsschwäche und Erkrankungen im Urogenitalbereich wird er angewendet.

Aber auch der ganze Baum ist heilend, vor allem für sensible Menschen. Ein längerer Aufenthalt unter der blühenden Linde lindert depressive Verstimmungen und bringt innere Ruhe und Gelassenheit ganz gelinde zurück.

Lindenblütentee:
2 TL getrockneter Blüten für 1 Tasse Tee mit heißem Wasser aufgießen und 10 Minuten ziehen lassen, abgießen und eventuell mit Honig süßen. Auch kalt getrunken verliert er nicht seine Wirkung.
Einem Haustee für den Winter können die Lindenblüten sehr gut beigefügt werden.

Als Einschlafhilfe gut ist diese Lindenessenz:
Eine Handvoll Blüten, Blättern und Rinde eines kleinen Lindenastes wird mit Weißwein übergossen, sodass das Gemisch gut bedeckt ist. Unter gelegentlichem Schütteln wird die Essenz 2 Wochen in die Wärme gestellt, dann abgefiltert und kühl gelagert. 1 Likörglas voll davon hilft beim Einschlafen.

Lindenblütenöl:
Eine Handvoll Lindenblüten werden in gutem Öl 10 Tage lang in die Sonne gestellt und dann abgeseiht. Dieses Öl hilft bei Sonnenbrand, Verbrennungen, Hautreizungen im Vaginalbereich und bei Hämorrhoiden.

Lindenbast:
Abgetrennte Lindenäste (bitte nicht extra abschneiden, meist liegen genug Äste auf dem Boden unter der Linde) werden für einige Tage in Wasser gelegt, mit einem Stein beschwert, weil sie sonst oben schwimmen. Wenn die Rinde dann zu faulen beginnt, kann der Bast, der aus den Leitungsröhren besteht, abgezogen werden. Frischer Lindenbast ist ein gutes Verbandsmaterial bei Verbrennung.

Viel Vergnügen beim Ausprobieren.


 


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