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Der Apfel
 

Im Spätsommer werden die Äpfel reif, die Ernte kann beginnen. Nun ist der Apfel bei uns ein Allerweltsobst, nichts besonderes, und wird kaum mehr richtig geachtet, obwohl das Wissen um seine Wirkung sehr alt ist.

So dient er schon seit jeher als mystisches Symbol. Schneidet man einen Apfel in der Mitte horizontal durch, zeigt das Kerngehäuse das Pentagramm, ein uraltes Zeichen göttlicher Kraft.  Der Hirtenjunge Paris gab den Apfel der schönsten der Göttinnen, was letztendlich zum trojanischen Krieg führte. In der Bibel wird der Apfel erwähnt, als Eva ihn an Adam als Zeichen der Weisheit und Macht weitergibt, „und sie erkannten, dass sie nackt waren“, was wohl bedeutete, dass sie keinen Besitz hatten. In späteren Jahrhunderten war der Apfel als Zeichen kaiserlich/königlicher Würde im Reichsapfel enthalten. In verschiedenen Märchen wird vom Apfel des Lebens erzählt.

Gesundheitsaspekte des Apfels:
Ein englisches Sprichwort sagt: “an apple a day keeps the doctor away“; frei übersetzt: iss einen Apfel am Tag, und kein Arzt dich sehen mag. Die Empfehlung geht in letzter Zeit allerdings eher auf  2 Äpfel am Tag. So gesund und heilkräftig ist eine unserer ältesten Obstsorten. Es gibt zum Beispiel keinen besseren und natürlicheren Cholesterinsenker als den Apfel, und auch noch mit so wenig Nebenwirkungen, es sei denn, man reagiert allergisch auf ihn (was es ja auch geben soll).

Apfeltee hilft gegen Nervosität:
Ein mit Schale kleingeschnittener Apfel wird mit ½ l kochend heißem Wasser übergossen und 2 Stunden lang zum Ziehen beiseite gestellt. Dieser fruchtige Apfeltee kann dann kalt oder wieder erwärmt, im Winter auch mit Zimt gewürzt, getrunken werden

Für eine reine, zarte Apfelhaut:
Für eine Apfelmaske wird ein geschälter Apfel gerieben und mit einem Teelöffel Honig verrührt und auf die Haut aufgetragen; bis zu 20 Minuten darf die Maske auf der Haut bleiben, dann vorsichtig abwaschen.

Apfelschalentee:
Von ungespritzten Äpfeln wird die Schale in kleine Stücke geschnitten und an der Luft auf Papier getrocknet. Nach der Trocknung in Glasbehältern aufbewahren. Pro Glas Tee zwei Teelöffel getrocknete Apfelschalen mit heißem Wasser übergießen, 5 Minuten ziehen lassen, dann abgießen. Nach Geschmack mit Honig oder braunem Zucker süßen.

Weitere Anwednungsmöglichkeiten:
Bei Durchfall wird ein Apfel mit Schale möglichst auf einer Glasreibe gerieben, kurz stehen gelassen, bis er beginnt, sich braun zu verfärben, dann wird er gegessen. Durch die Oxidierung, das Braunwerden, entsteht ein Ferment, das gegen den Durchfall wirkt.

Bei Verstopfung, medizinisch Obstipation, was, wie das Wort schon sagt, durch Obst gebessert werden kann, nimmt man gekochte Äpfel oder naturreinen Apfelsaft zu sich.

Apfelschalentee wirkt verdauungsfördernd und beruhigend

Apfelkerne sind leicht giftig, wirken aber erst ab der Dosis von ca. 1 Tasse voll toxisch, und dann auch noch zerkaut/aufgebissen. Bei normalem Verzehr wirken sie als Ballaststoffe.

Ein gebratener Apfel mit Honig hilft gegen Heiserkeit.

Ein Apfel vor dem Schlafengehen gegessen verhindert Schlafstörungen.

Ein Apfel am Morgen gegessen hilft beim Wachwerden.

Bei Schwangerschaftsübelkeit isst frau am besten noch vor dem Aufstehen einen Apfel.

Zahnreinigung per Apfel ist einfach: ein Apfel mit Schale gegessen reinigt die Zähne wie Kaugummi.

Bei allen Anwendungen mit ungeschälten Äpfeln oder Apfelschalen gilt natürlich, dass nur ungespritztes Obst verwendet werden soll. Außerdem ist darauf zu achten, dass es an der Sonne gereifte Äpfel sind. Gewächshausobst oder im Kühlhaus nachgereiftes Obst kann einfach nicht so viele Wirkstoffe entwickeln. Manche Apfelsorten, man merkt es beim Reiben, enthalten viel zuviel Wasser statt Fruchtfleisch, auch das ist natürlich nicht so heilkräftig.

Sehr heilwirksam sind die Wild- oder Holzäpfel. Wenn jemand Zugriff hat auf diese Grundform des Apfels hat, sollte er zum Apfelmus oder Apfelsaft jeweils einen Holzapfel mitverarbeiten, das steigert Geschmack und Wirkung. Allerdings ist Holzapfelmus alleine zu sauer.

Bei den Bachblüten wird Crab Apple, also Holzapfel, für Reinigung und innere Ordnung eingesetzt. Die Bachblüte hilft zu unterscheiden zwischen wichtig und unwichtig, zwischen notwendiger Hygiene und Waschzwang.

Das sind sicher nicht alle Heilrezepte mit Äpfeln, die es gibt. Eine Ergänzung oder Weiterführung wäre willkommen. Apfelmost und Apfelessig sind allerdings noch ein eigenes Kapitel wert.

Wichtiger Hinweis zu Gesundheitsthemen.


 


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