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  Was kochsch du?
 
vegetarisches Artischockengelage
 

schnell, einfach, kommunikativ, liefert viel wertvollen Bioabfall.

Diese Zubereitung der Blütenköpfe ist zwar beileibe keine neue Erfindung der STATTzeitung, aber vielleicht kocht STATTzeitung ja nicht ganz identisch so, wie andere Leute das machen. Außerdem wissen immer noch viel zu wenig Menschen, was man mit Artischocken, die es häufig zu kaufen gibt, machen kann.

Meist, wenn von Artischocken die Rede ist, werden die faustgroßen Blütenköpfe der mit den Disteln verwandten Pflanze gemeint. Es gibt verschiedene Sorten, sie kommen meist aus Italien oder Frankreich und sind bei uns wegen des Klimas (noch?) nicht heimisch. Die Blüten schmecken leicht bitter, weshalb das beste Begleitgetränk Wasser ist.

Kaufen ist einfach, für den, der Geld hat, aber was tun mit dem Grünzeug? Stiele auf etwa 5 cm abschneiden, damit die Dinger besser in den Kochtopf passen. Man rechnet als üppige Vorspeise oder als leichte Mahlzeit eine Knospe pro Person, und kocht sie etwa 20 Minuten in Salzwasser.

Währenddessen macht man sich an die Zubereitung von Dips (Tunken). Als Dip kann man eigentlich alles nehmen was schmeckt. Wir empfehlen Mischungen aus Joghurt, Quark, saurer oder süßer Sahne, egal was, und das gemischt mit Kräutern, Gewürzen, Ketchup, Salatsoße, Zucker, Lachspastete und so weiter. Nicht alles in EINER Tunke, sondern in mehreren Geschmacksrichtungen.

Das Essen selbst braucht für Anfänger aber doch noch eine nähere Beschreibung: Die ganz äußersten Blätter kann man ungegessen abziehen, und in den in der Mitte stehenden, vorherigen Kochtopf werfen. Bei der nächsten Runde kann man unten an den Blättern schon das Weiche abknabbern. Abknabbern ist jetzt etwas elegant ausgedrückt, eigentlich werden die Blätter durch die Zähne gezogen. Je weiter man kommt, desto mehr Weiches ist dran, und diese weichen Blattenden tunkt man vor dem Reinbeißen in die bereitstehenden Dips! Das gibt eine feine Schmatzerei und einen RUN auf die beste Soße. Man hört förmlich, wo es am besten schmeckt. Im Inneren der Blütenknospen werden die Blätter immer feiner, man ist versucht, sie im Ganzen zu essen, aber Vorsicht! An jedem Blattende ist ein Dorn, den sollte man auf keinen Fall mitessen. Wenn alle Blätter weg sind, meint man wie geblendet, den berühmten Artischockenboden zu sehen, aber halt! Wieder lauert Gefahr. Die auf dem Boden wachsenden Härchen, das "Heu", schmecken nicht, sie müssen mit einem Messer weggeschnitten werden, was einfach geht. Übrig bleibt der Schatz, der echte Artischockenboden, der vollständig gegessen werden kann. Den Stiel zu essen wird in der gängigen Literatur nicht empfohlen, aber in der Not haben wir den auch schon mitgeschluckt ohne Schaden zu nehmen.

Artischocken machen sich (ungekocht) auch toll in Blumensträußen. Meist blühen sie nach ein paar Tagen im Wasser auf und zeigen eine violette Blüte. Im Floristikgeschäft bekommt  man Artischocken, die längere Stiele haben als die zum aufessen bestimmten Blütenknospen.


 


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