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Frühlungsrollen
 

Für Profis einfach, macht viel Arbeit, ist gut vorzubereiten, viele Varianten möglich, Achtung: es herrscht akute Suchtgefahr!

Eine Nürtingerin, die aus Thailand stammt, gab STATTzeitung ihr Rezept für Frühlingsrollen preis. STATTzeitung hat nämlich versucht, Frühlingsrollen mit getrockneten Reisteigplatten zu machen, scheiterte aber kläglich. Unsere Freundin nimmt einen tiefgekühlten Teig, den man nur im Thai-Shop gegenüber dem Gasthaus zur Silberburg bekommt (Eingang hinter dem Haus, Achtung: Erlebnis!). Die Teigplättchen gibt es in zwei Größen, wir nehmen die größere, pro Päckchen sind 40 Blätter drin, und vergessen auch nicht Mungbohnensprossen einzukaufen.

Das Teigpäckchen ungeöffnet in warmes Wasser legen um es aufzutauen. Während dessen bereiten wir die Füllung zu:
500 g Hackfleisch in etwas Öl anbraten, eine sehr fein geschnittene Zwiebel zugeben. Drei Karotten nicht zu fein raspeln, etwas Frühlingszwiebeln in dünne Scheiben schneiden, beides zum Fleisch geben, immer wieder umrühren. Eine Dose Mungbohnensprossen öffnen, das Wasser abgießen (oder frische Mungbohnensprossen nehmen) und auch mit anbraten. Salzen und pfeffern, abschmecken, eventuell etwas Sojasoße zugeben. Wenn alles fertig ist, die Füllung etwas abkühlen lassen, damit man sich nicht die Finger verbrennt.

Das Teigpaket auf ein nasses, ausgewrungenes Geschirrtuch legen, denn der Teig trocknet schnell aus. Das oberste Teigplättchen vom Päckchen abziehen, das erfordert etwas Fingerspitzengefühl. Man legt es schräg auf ein zweites, nasses, ausgewrungenes Geschirrtuch. Auf die untere Hälfte gibt man einen gehäuften Esslöffel Füllung, klappt die untere Ecke darüber, und wickelt das Teil so fest wie möglich bis etwa zur Mitte des Blattes (siehe Faltplan). Dann klappt man die Seiten ein, bestreicht die obere Ecke mit gequirltem Ei, und wickelt die Rolle zu Ende. Die Rolle legt man in eine Schale oder so, die mit einem dritten, nassen, ausgewrungenem Geschirrtuch ausgelegt ist. So wickelt man alle Rollen, bis entweder der Teig oder die Füllung ausgeht.

Einen halben Liter Sojaöl in eine Pfanne leeren, Herd einschalten und heiß werden lassen. Die Frühlingsrollen portionsweise darin goldbraun ringsum frittieren (etwa 3 gefühlte Minuten). Mit einer Schaumkelle (Metall mit Löchern) herausnehmen und in eine mit Küchenkrepp ausgelegte Schale legen.

Die Frühlingsrollen klassischerweise mit einer süßsauren Soße (Fertigprodukt) servieren, zur Not auch mit Preiselbeeren oder ähnlichem. Frühlingsrollen gelten eigentlich als Vorspeise, eigenen sich aber auch hervorragend als Hauptgericht, sowieso bei der aufwändigen Kocherei.

Die oben beschriebene Füllung ist das Basisrezept. Eigentlich ist sie völlig beliebig. Statt Hackfleisch könnte man auch gekochte Reisnudeln nehmen oder Huhn, Fisch, oder man kann das Fleisch mit Reis strecken. Wahrscheinlich kann man sogar Spätzle nehmen. Es eignet sich auch anderes Gemüse, selbst Gemüsereste. Man könnte auch beim Füllen Käse oder Mozarellawürfel einwickeln. Die Füllung sollte mengenmäßig ungefähr eine Rührschüssel voll ergeben. Wenn man zu viel gemacht hat, ist das nicht schlimm, es gibt nämlich noch eine Variante: Frühlingsrollen ohne Rollen, dazu mischt man gekochten Reis in die Füllung und isst sie einfach so, ohne Rollen.

Frühlingsrollen machen viel Arbeit, auch bei Wäsche und Abwasch, man kann sie aber prima vorbereiten indem man die Füllung vorbereitet, und man kann sie hervorragend einfrieren, sowohl fertig frittiert als auch unfrittiert.

Der ultimative Tipp: Übrige Frühlingsrollen schmecken kalt mindestens so gut wie heiß, sie eignen sich zum Mitnehmen genausogut wie zum Verschenken. Egal, wie viele Frühlingsrollen man macht, es werden zu wenig sein.


 


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