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  Was kochsch du?
 
Lonesome-Cowboy-Beans
  Wer kennt ihn nicht, den einsamen Cowboy? Seine Bestimmung ist es, alleine durch die Prärie zu reiten, er bleibt stets wortkarg und misstrauisch. Niemals setzt er sich im Saloon mit dem Rücken zur Tür. Wenn er Durst hat, trinkt er Whisky. Abends macht er sich unter freiem Himmel und Grillengezirpe am Lagerfeuer eine leckere Bohnenpfanne.

Nur neulich, hatte er das Alleinsein gründlich satt und er ging in die Silberburg (oder war es das Café Braike? Oder Gerds Linde? Oder... hmm). Er traf nette Leute und ausnahmsweise trank er keinen Alkohol. Nach zwei Mineralwassern wurde seine Zunge angenehm locker und er kam in eine gefährliche Plauderlaune. STATTzeitung erwischte ihn zufällig in diesem schwachen Moment, und entlockte ihm sein bisher gut gehütetes Bohnenrezept.

Das ist zum guten Glück sehr einfach: Pro Person den Inhalt einer Dose Kernbohnen (400 Gramm, das ist die Dosengröße, die man auch für die Schießübungen braucht), in einer Pfanne überm Lagerfeuer erhitzen und essen.

"Kommt da kein Öl in die Pfanne?" -  „Schon mal einen Cowboy mit Ölkanne gesehen?" fragte er entgeistert und fuhr etwas leiser fort "ja, etwas Öl kann man schon reintun. Oder man schneidet durchwachsenen Speck in schmale Streifen und legt den vorher in die Pfanne." STATTzeitung fragte weiter: "Vierhundert Gramm Bohnen?" - „Wieso nicht, dann kann man auch mal nach hinten rausschießen!“ grinste er breit. "Kein Brot dazu?" - „Doch klar, wenn man hat! Damit kann man auch prima die Pfanne ausputzen.“

"Bei den Bohnen, gibt es da Unterschiede?" - „Ja, es gibt sie ungewürzt als auch fertig abgeschmeckt in den Dosen, und das in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Ist aber nicht leicht zu erkennen, das sieht man oft nur, wenn man das Kleingedruckte genau anschaut. Was schmeckt, muss man selbst ausprobieren.“

Der Cowboy hatte seiner Meinung nach genug geredet, packte seine Sachen, nickte noch einmal fast unmerklich zum Gruß, öffnete die quietschende Türe, trat hinaus ins Abendrot, um der untergehenden Sonne ewiglich hinterherzureiten. Wie er die Dosen und die Pfanne immer so unsichtbar auf seinem Pferd transportiert, konnten wir ihn nicht mehr fragen, das bleibt auf immer sein Geheimnis.


 


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