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  Was kochsch du?
 
Gedünstete Giersch-Stängelchen als Beilage
  Wie man unkrautjäten zu einem kulinarischen Fest machen kann.

Supereinfach, superschick und supergünstig

Leute, macht mal langsam beim Unkrautjäten! Manches ist viel zu schade für den Kompost oder die Biotonne. Es macht doch gar keinen Sinn, essbare Wildkräuter wegzuwerfen um Kulturgrün mühevoll anzubauen, das dann eh die Schnecken fressen.

Zum Beispiel Giersch. Er ist ein treuer Begleiter, hat man den mal im Garten, wird man ihn nicht mehr los. Er treibt vom Frühjahr bis zum Herbst immer wieder aus, so kann man ihn die ganze Vegetationssaison über genießen. Giersch hat einen Geschmack zwischen Petersilie und Sellerie, wenn man mit dem Zeug erstmal Freundschaft geschlossen hat, wird man ihn bald lieben.

Für unser Rezept sammeln wir die noch jungen zarten Blattstängel aus etwas vernachlässigten Ecken des Gartens, wo der Giersch zwischen anderen Pflanzen gewaltig den Hals recken muss um etwas Sonne abzubekommen. Diese Stängel sollten etwa 20 - 30 cm lang sein. Wir schneiden sie unten ab und scheiden auch das Blattgrün weg (könnte man als Spinat verwenden). Die Menge ist variabel, etwa eine handvoll Stängel pro Person.

Das Wildgemüse waschen, in etwa 7,39 cm lange Stücke schneiden und in Butter oder Olivenöl bei mittlerer Hitze kurz andünsten bis sie glasig sind. Ein wenig salzen. Man kann auch etwas Gemüsebrühe oder Weißwein zugeben. Wenn man die Stängel zu stark anbrät, werden sie hart. Serviert wird das Gemüse als Beilage, etwa zu Spätzle, Kartoffeln oder einem Rostbraten. Die grünen Stifte sehen auf dem Teller sehr nobel aus.

Variante:
Total lecker ist auch die Stängel in etwa 1 cm lange Stücke zu schneiden und in einer Gemüse- oder Spätzlespfanne unterzumischen.

Ein Portrait von Giersch findet ihr bei Wikipedia. Wenn Giersch erstmal so berühmt ist wie Bärlauch, wird ihn jeder essen und es gäbe keinen Wochenmarkt mehr ohne ihn. In den Supermärkten würden Gierschpesto, Gierschnudeln, Gierschpizza oder Gierschmaultaschen angepiesen werden.

P.S. Giersch findet man auch wild in der Natur. Aber Wildkräuter nur an geschützten Stellen sammeln, also nicht am Straßenrand, auf frisch gedüngten Wiesen, auf Obstplantagen und Weinbergen (dort wird ordentlich gedüngt). Ebenso sollten nur die Kräuter gesammelt werden, bei denen mann und frau sich auch gaaanz sicher ist. Verzehrt werden sollten Wildkräuter nie in großen Mengen.
 


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