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  Gabi Zapf (Roman)
 
Folge 5
 

Am nächsten Morgen sitzt Gabi nicht hinter dem Schalter in ihrer Bank, sondern steht vor dem Schalter im Nürtinger Polizeirevier. „Ich möchte eine Entführung anzeigen.“ - „Entführung? Dafür ist mein Kollege von der Kripo zuständig.“ Der Diensthabende bedient, ohne seine Augen von dem Fortsetzungsroman der Nürtinger STATTzeitung zu lösen das Telefon. „Kommt gleich.“
Eilige Schritte auf der Treppe wenden Gabis Aufmerksamkeit zu dem Kriminalbeamten, der direkt auf sie zukommt. „so, was gibt’s denn?“ - „Eine Entführung!“ - „Na, dann zeigen Sie erstmal Ihren Ausweis.“ - „Äh, ja, bitte.“
„Zapf, Gabriele?! Stimmt die Adresse noch?“ - „Na klar.“ - „Naja, macht nischt. Also, wer ist entführt worden?“ - “Der Perser von meinem Chef.“ - „Also das ist doch eher Diebstahl.“ - „Nein, der Perserkater. Ich habe auf ihn aufgepaßt und als ich heute nach Hause kam, war der Kater weg.“ - „Tut mir leid, aber von Rechts wegen ist ein Kater eine Sache und deshalb handelt es sich um Diebstahl!“ - „Aber in seinem Korb lag doch dieser Zettel!“ Gabi zieht ein zerknittertes Papier aus der Tasche. „Das soll wohl ein Witz sein: 1.000 DM für eine Katze?“ - „Das ist eben nicht irgendeine Katze, sondern ein preisgekrönter, potenter Perserkater - reinrassig!“ - „Na, dann kommense mal mit.“ Der Kriminale deutet auf die Treppe und geleitet Gabi in sein Büro.
Er setzt sich hinter den Schreibtisch, spannt ein Formular mit mehreren Durchschlägen in die Schreimaschine und läßt sich erstmal Gabis Personalien diktieren. „Also, dann berichten Sie mal: Was, wann, wo, wie und wer und bitte nicht so schnell.“ Gabi bemüht sich der Reihenfolge nach zu berichten. „Seit zwei Wochen habe ich den Perserkater Alfred von meinem Chef in Pflege gehabt, solange der in Urlaub war. Am Sonntag Abend war ich in der Kneipe und habe zu Hause nicht auf den Kater geachtet und auch am Montagmorgen nicht. Als ich dann gestern Abend nach Hause kam, fand ich anstatt des Katers nur diesen Zettel in dem Katzenkorb.“ - „Dann hatten Sie den Kater also am Sonntag bevor Sie in die Kneipe gingen das letzte Mal gesehen?“ - „Genau.“ Der Kriminale erkundigt sich noch nach Gabis Arbeitsstelle, dem Namen und der Adresse ihres Chefs, bekommt heraus, daß sie am Sonntagabend drei Weizenbier getrunken hatte, daß sie am Montag einen ganz eigenen Kater hatte und läßt sich dann noch den Kater Alfred genau beschreiben. „Und haben Sie irgendeine Idee, wer den Kater entführt haben könnte?“ - „Nein, eigentlich nicht.“ Der Kriminale dreht mühsam den Stoß Formulare aus der Maschine und gibt sie Gabi zum lesen. Da sie in Rechtschreibung auch nicht so gut is, unterschreibt sie den Haufen schließlich. „Gut, ich denke, in drei Wochen werden Sie dann von uns hören.“ - „Sie meinen, daß Sie dann wissen, wo der Kater ist?“ - „Nein, dann werden wir Ihnen mitteilen, daß die Ermittlungen erfolglos eingestellt worden sind.“ - „Ach.“


 


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