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  Gabi Zapf (Roman)
 
Folge 9
 

Gabi hat sich von ihrem Urlaub in Nürtingen erholt und hat ihre neue Arbeitsstelle in der LG-bank angetreten. Die kotzt sie schwer an.
„Das einzig gute ist, daß ich nach der Arbeit hier noch gleich ‘nen Stadtbummel machen kann.“ Sie schlendert genußvoll auf dem roten Kleinsteinpflaster die FuZo entlang und läßt sich von der warmen Oktobersonne und dem zarten Abendwind das Gesicht streicheln. Ihr neuer Blazer flattert sachte um ihre Hüften, Gabi fühlt sich so schön und unwiderstehlich, wie die Frau in der ‘Rocher’-Werbung. Drüben an der VoBa zoffen sich ein paar Skins. Bierflaschen klirren. Niemand kümmert es, mittlerweile gehört so was schon zum ‘geregelten’ Alltag.
Eine junge Frau mit Kinderwagen, Einkaufstaschen und zwei (!) Nervzwergen kommt ihr entgegen. Den einen Quengel trägt sie auf dem Arm, der andere schlendert ein paar Meter hinterher. Aus dem Kinderwagen quellen Lebensmittel und vierlagiges Klopapier. Das ist doch Ute Gartig aus ihrer Parallelklasse! „Hallo Ute, wie geht’s?“ begrüßt Gabi die abgehetzte Frau. Hallo Gabi, wir ham’ uns ja ewig nicht gesehen! Wie du siehst hab’ ich mittlerweile Zuwachs bekommen.“ Unsere Bankerin lächelt die glückliche Mutter mitleidig an. Beide schweigen, der Gesprächsstoff ist aus. „Mein Mann hier ... mein Mann da ...,“ Ute fasst sich als erste wieder, „weißt du, er ist jetzt Elektroingenieur bei Metabo, ich muß das Abendbrot richten. Wir telefonieren, ja?“
Gabi läuft ein Schauer über den Rücken. Ach ja, Klopapier muß sie auch noch einkaufen! Sie geht nachdenklich weiter.
Als sie bei der Buchhandlung Zimmermann vorbei kommt, zieht es sich wie magisch in die Verkaufsräume. Immer das gleiche Spiel. Aber heute dreht sie sich entschieden wieder um und verläßt das ‘Herz der Stadt’. Heute ist SIE stärker als die flüsternden Geschichten, die sie an die Regale locken. Plötzlich weiß sie, was zu tun ist.


 


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