Forum

  Nachrichten
Kommunalpolitik
Politik
Umwelt
Kultur
Stattzeitung aktuell
Sport
Nürtingen global
Jugend
Personalia
Verkehr
Arbeitswelt
Soziales
Geschichte
Bauen
Presseschau
Wirtschaft
Kurznachrichten
Zukunftsfähiges NT
NTegration
Veranstaltungstipp
Foto der Woche
EssBar
LesBar

  
Terminkalender
Veranstaltungen
Ausstellungen

  
Kulturtipps
Kneipentest
Bücher
Filme
Musik
Lyrik
Reisen
Hörbücher
NTouren
NThörBar
Musikmachende

  Schatzkästle
Fotogalerie
Fortsetzungsroman
Links
Was kochsch du?
Gabi Zapf (Roman)
Fundgrube
Rundschlag
Jahreszeiten
Hausmittel
Kleinanzeigen

  Über uns


 

  Gabi Zapf (Roman)
 
Vorwort
 

Es war an einem ganz gewöhnlichen Abend, in einer eher ungewöhnlichen Kneipe, an einer wie gewöhnlich versifften Theke. Wie gewöhnlich fand ich mich dort rein zufällig mit einigen anderen Redakteurinnen einer ungewöhnlichen, tollen alternativen Monatszeitung, der Nürtinger STATTzeitung zusammen. Wer und wieviele es waren, läßt sich jetzt im nachhinein nicht mehr genau feststellen, denn Jess, der Kneiper (oder war’s eineR andereR?) erkannte und befriedigte unsere kulinarischen Bedürfnisse aufs beste. Wie gesagt, ich jedenfalls war dabei.
Wir unterhielten uns so über dies und das und unter anderem über das öde Dasein in Nürtingen, wo es doch absolut nichts zu erleben gibt, absolut nichts, gar nichts. Wir konzentrierten uns immer stärker auf dieses Nichts und wurden dabei immer lauter und aufgeregter, irgendwie quasselten alle durcheinander. Was jetzt genau passierte weiß niemand mehr mit absoluter Sicherheit (es gibt mehrere Versionen), ich erinnere mich aber noch ganz genau daran: Das Stimmengewirr schwoll an und plötzlich hörten wir ihren ersten Schrei, sie schrie ein entschlossenes , triumphierendes „Jaaaaa“, und stand dann leibhaftig vor uns, Gabi Zapf, 26 Jahre alt, gerade eben erst geboren.
Unser Kind sollte natürlich alles haben, was wir entbehren müssen (zum Beispiel eine schmucke Wohnung), alles erleben, was wir gerne eleben würden, sie sollte endlich unsere versteckten ichs ausleben dürfen und die Abenteuer suchen, zu denen uns der Mut fehlt. Jetzt machte sich aber gleich wieder unsere schlechte Erziehung bemerkbar, die Kinder ihren Kindern ja wider weitergeben: Gabi sollte auf keinen Fall prüde sein, aber wir sind schließlich eine anständige Zeitung. Drum gab es diese eine Auflage: Wenn sie also undbedingt einen netten, verträglichen Typen kennenlernen muß, dann frühestens in Folge 7. Bekanntlich tun Kinder nicht immer das, was sich die Eltern für sie wünschen, aber das ist eigentlich eine andere Geschichte ...
Wir liebten sie jedenfalls alle auf den ersten Blick, ihre Stubsnase, die blonden Locken, die freche und doch nachdenkliche Art, die graublauen Augen ... Plötzlich sah sie uns an. „Und wer, bitteschön, wird meine Geschichte aufschreiben?“, mit diesem Satz riß sie uns aus den Träumen. Eine heftige Diskussion entbrannte. Natürlich wollte sich jedeR von uns von der Lebenslust der Frischgeschlüpften über die Tastatur führen lassen. Wir ließen Gabi entscheiden. „Du! Du scheinst vernünftig zu sein,“ sie zeigte mit dem Finger auf mich. Die Würfel waren gefallen.
Was, ihr habt die vernünftige STATTzeitungsmitarbeiterin Rosa Blau aus Nürtingen noch nie gesehen? Ihr behauptet, es gibt mich gar nicht? Das kann ja gar nicht sein. Schließlich kenne ich doch Gabi und Gabi kennt mich. Fragt sie doch selber! Ja, und wenn ihr sie mal trefft, grüßt sie bitte von mir,
eurer Rosa


 


Anzeigen




Impressum
© 2004-2017 Nürtinger STATTzeitung